Gemeinsame Erklärung zum Tag der Befreiung am 8. Mai

Christian Schaft, Katja Maurer und Ralf Plötner

Gemeinsame Erklärung der Landesvorsitzenden von Die Linke Thüringen, Katja Maurer und Ralf Plötner, und des Fraktionsvorsitzenden von Die Linke im Landtag, Christian Schaft.

"Spasíba, Thank you und Merci. Am 8. Mai feiern wir den Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus und sagen: „Wer nicht feiert, hat verloren“. Mit der bedingungslosen Gesamtkapitulation der Wehrmacht endete 1945 die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Dafür danken wir den alliierten Befreier*innen der sowjetischen, amerikanischen, britischen und französischen Armeen sowie den vielen Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen.

Der 8. Mai ist kein gewöhnlicher Tag. Er steht für das Ende von Faschismus, Krieg und Völkermord. Dieser Tag markiert den Sieg über Diktatur, Menschenverachtung und Unfreiheit und der ist Auftrag für die Gegenwart. Denn die Idee der Ungleichwertigkeit von Menschen ist nicht mit der Niederschlagung des NS-Regimes untergegangen: Die extreme Rechte tötet noch immer und betreibt mit Forderungen wie „einer erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“ eine Relativierung des Holocaust und der Kriegsschuld der Deutschen. Um Antisemitismus, Rassismus sowie jeder Form von Diskriminierung und Geschichtsrevisionismus entgegen zu treten, ist der 8. Mai auch ein Tag für eine lebendige und widerständige Erinnerungskultur und für den Schutz vor rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt.

In diesem Sinn fordern wir weiterhin, den 8. Mai zum bundesweiten Feiertag zu erklären, wie es die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano im Januar 2020 angestoßen hatte. Der 8. Mai ist ein besonderes Datum und wir finden: Es braucht mehr Raum für Reflexion, Bildung und gemeinsames Erinnern, um an die Opfer von Krieg und Diktatur angemessen zu erinnern, den Befreier*innen zu gedenken und die Befreiung würdig zu begehen."


 

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