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Zalando behandelt Beschäftigte wie Müll

Christian Schaft

Zu den gescheiterten Verhandlungen über eine Lösung für die Beschäftigten von Zalando am Standort Erfurt stellt Christian Schaft, Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, fest: „Der Konzern will sich seiner Beschäftigten entledigen als seien sie Müll. Anders lässt sich das Agieren der Konzernleitung nicht mehr beschreiben. Während Millionen in das Sponsoring des Deutschen Fußballbundes gesteckt wurden, wird keines locker gemacht, um den Kolleg*innen, die vor dem Verlust ihres Arbeitsplatzes stehen, Respekt zu zeigen und sie vor Armut zu schützen.“

 

Die Vorschläge des Konzerns, die dem Betriebsrat vorgelegt wurden, seien nicht annehmbar und eine Unverschämtheit meint der Fraktionsvorsitzende. „Ältere Beschäftigte ohne Abfindung in die Rente und damit Altersarmut schicken zu wollen und die Blockade gegen eine Transfergesellschaft sind der Beweis dafür, dass der Konzern kein Fünkchen Achtung vor den Kolleginnen und Kollegen hat. Wer wie Zalando 1 Milliarde hatte um die Plattform About You zu kaufen, 300 Millionen Euro für den Rückkauf von eigenen Aktien aufgebracht hat oder teure Sponsoringdeals abschließt, dann aber sagt es sei kein Geld für die Beschäftigten da, ist einfach absolut respektlos.“

Mit Blick auf das weitere Verfahren meint Schaft abschließend: „Ich erwarte von Zalando, dass sie endlich zeigen, was die Beschäftigten verdient haben, nämlich Respekt. Sie haben den Gewinn des Konzerns überhaupt erst möglich gemacht. So kann man mit ihnen nicht umgehen. Wer im Rahmen des DFB-Sponsorings für Teamgeist wirbt, sollte es auch in der Realität an den Tag legen. Wenn der Konzern weiter so macht, muss sich künftig jeder Sponsoring-Partner fragen lassen, ob er dieses Treiben mitmachen will.“


 

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