„Die Finals“: Chance für das Sportland Thüringen – Breiten- und Nachwuchssport bleiben im Fokus

Andreas Schubert

Zur Debatte um eine Bewerbung Thüringens für die Ausrichtung der „Die Finals“ in den Jahren 2028 oder 2029 erklärt Andreas Schubert, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Große Sportveranstaltungen wie ‚Die Finals‘ sind eine Chance für das Sportland Thüringen: Sie bringen Menschen zusammen, rücken auch weniger bekannte Sportarten ins Rampenlicht und schaffen für Athletinnen und Athleten besondere Erlebnisse. Thüringen kann damit seine Sichtbarkeit als Sportland, neben dem Thema Wintersport, erhöhen und sportliches Engagement in der Bevölkerung stärken. Das gilt aber nicht nur für ‚Die Finals‘, sondern auch für traditionsreiche überregionale Sportveranstaltungen, hier erinnere ich beispielsweise an die Diskussionen um die Lotto Ladies Tour im letzten Jahr.“

 

Schubert weiter: „Gleichzeitig brauchen wir verlässliche Investitionen in die Breite – in kommunale Sportinfrastruktur, Nachwuchsarbeit, den Vereinssport und nachhaltige Nutzung der Sportstätten. Nur so lassen sich langfristig positive Effekte für den Sport in Thüringen erreichen. Wir begrüßen grundsätzlich die Bewerbung Thüringens um ‚Die Finals‘. Wichtig ist jedoch, dass öffentliche Mittel so eingesetzt werden, dass nicht nur das viertägige Event profitiert, sondern die Sportlandschaft insgesamt gestärkt wird. Nachhaltigkeit, langfristige Infrastruktur und soziale Teilhabe müssen bei allen Entscheidungen an erster Stelle stehen. Wir unterstützen deshalb, ‚Die Finals‘ in Thüringen durchzuführen, verbinden dies aber mit der klaren Erwartung, dass die finanziellen Mittel dafür nicht von anderen Aufgaben im Thüringer Sport, einschließlich der Unterstützung traditionsreicher überregionaler Sportveranstaltungen, abgezogen werden. Wer es ernst meint mit dem Sportland Thüringen, muss die Basis stärken und gleichzeitig Chancen für Spitzensport und besondere Veranstaltungen wie ‚Die Finals‘ nutzen.“


 

Mehr Themen