Schubert: Olympische Wettbewerbe leben vom sportlichen Wettstreit, nicht von Sanktionen
Andreas Schubert, sportpolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, begrüßt die jüngste Entscheidung des IOCs, dass zukünftig im Juniorenbereich auch wieder russische sowie belarussische Athletinnen und Athleten an olympischen Wettkämpfen teilnehmen dürfen: "Es ist ausdrücklich ein Fortschritt, dass das IOC seine Entscheidung russische und belarussische Athletinnen und Athleten aus politischen Gründen zu sanktionieren, korrigiert. Die olympischen Wettkämpfe sind natürlich kein Raum frei von Politik, wie das IOC seine Entscheidung begründete. Allerdings zeigt die Geschichte der Olympischen Spiele, dass der Sport seine völkerverbindende Potenziale verliert, wenn Politik Sportveranstaltungen dominiert. Gerade in Zeiten von großen geopolitischen Spannungen und Umbrüchen bietet der Sport auch im Rahmen von Olympia Chancen, einen Beitrag zu einer friedlichen Beilegung von Konflikten zu leisten indem Begegnung und Austausch ermöglicht werden.“
Mit Blick auf das bevorstehende Olympiajahr unterstreicht Schubert: "Olympia war von Beginn an mit der Idee der Völkerverständigung verbunden. Diese eröffnete immer wieder Möglichkeiten des fairen Wettbewerbs für Sportlerinnen und Sportler selbst aus verfeindeten Städten und Ländern. Es wäre deshalb sehr zu begrüßen, wenn auch bei den kommenden Olympischen Spielen insgesamt wieder alle Sportlerinnen und Sportler aus allen Nationen die Möglichkeit bekommen an den Wettkämpfen teilzunehmen. Dies würde auch der Entstehungsgeschichte der olympischen Idee mit ihrer institutionalisierten friedensstiftenden Funktion im alten Griechenland Rechnung tragen."

