Rechtsextremer Terror: Rassistische Blut- und Mordspur zieht sich durch Europa

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Angesichts des schweren Anschlags auf eine jüdische Schule in Toulouse, bei dem gestern vier Menschen - drei Kinder und ein Rabbiner - durch eine Schießerei getötet wurden, erklärt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Bei diesem schrecklichen, menschenverachtenden Verbrechen handelt sich offenbar um antisemitisch und rassistisch motivierte Morde.“ Der unbekannte Serienkiller sei offenkundig derselbe Täter, der nur wenige Tage zuvor insgesamt vier Soldaten - u.a. afrikanischer und arabischer Herkunft - getötet habe.

Der Vorsitzende der Linksfraktion wird sich gemeinsam mit Landesvorsitzenden der LINKEN, Knut Korschewsky, mit einem Kondolenz-Schreiben an den französischen Botschafter in der Bundesrepublik Deutschland, Maurice Gourdault-Montagne, wenden.

„Wir möchten deutlich machen, dass unser Mitgefühl und unsere Trauer den Familien sowie den Freunden der Mordopfer und den Verletzten gelten. Wir haben voller Entsetzen die Nachricht über diese rassistische Terrortat in Frankreich aufgenommen“, sagt Ramelow. Der Linkspolitiker erinnert in diesem Zusammenhang auch an die beispiellose rassistisch motivierte Mordserie der Zwickauer Terrorzelle. „Die entsetzlichen Morden des rechtsterroristischen Netzwerkes NSU, die Hinrichtungsserie des rassistischen und islamfeindlichen Attentäters Breivik in Norwegen und nun die grausam inszenierte Barbarei in Frankreich machen deutlich, dass sich eine durch Hass getriebene, rassistische Blutspur durch Europa zieht“, erklärt Ramelow.
Der sich ausbreitende rassistische und rechtsextreme Terror mache deutlich, „dass Weltoffenheit, Toleranz und das Zusammenleben von Kulturen künftig stärker in den Mittelpunkt politischen und gesellschaftlichen Handelns gestellt werden muss“, so der LINKE-Spitzenpolitiker abschließend.


 

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