Rechtsextreme Veranstaltung in Guthmannshausen
Die Innenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Martina Renner, warnt davor, dass das im Landkreis Sömmerda gelegene "Herrenhaus" in Guthmannshausen immer mehr zu einem wichtigen Treffpunkt für bundesweite Veranstaltungen der rechtsextremen Szene wird. So findet dort an diesem Wochenende erneut ein bundesweit beworbenes "Arbeits- und Vortragswochenende" des rechtsextremen Vereins "Gedächtnisstätte e.V." statt.
Martina Renner dazu: "Mitten in Deutschland verfügen Rechtsextreme über ein eigenes, für ihre Zwecke perfektes Tagungshaus. Hier organisieren sie regelmäßig und vollkommen ungestört Vorträge, Schulungen und Feiern. Möglich wurde das erst durch den Verkauf des Hauses durch das Land Thüringen und das Versagen des Geheimdienstes."
2011 hatte eine Käuferin aus Hessen die Immobilie - offenbar im Auftrag des rechtsextremen Vereins "Gedächtnisstätte e.V." - von dem landeseigenen Thüringer Liegenschaftsmanagement gekauft. Der Vorsitzende des Vereins hatte bereits vorher öffentlich, u.a. bei einem Aufmarsch von Neonazis in Dresden, verkündet, er habe in "Mitteldeutschland" einen neuen Sitz gefunden. Fälschlich behauptet das Thüringer Landesamt für Verfassungsschutz bis heute auch öffentlich, die Käuferin habe keinen Bezug zum Rechtsextremismus.
Allein im ersten Halbjahr 2012 führt der rechtsextreme Verein "Gedächtnisstätte e.V." und die vom Verfassungsschutz beobachtete "Schlesische Jugend" auf dem Gelände sechs Wochenendveranstaltungen durch, darunter eine "Sommersonnenwende" Ende Juni. Fünf weitere Termine sind bereits für das zweite Halbjahr angekündigt.
