Ramelow fordert intensivere Diskussion über die Ursachen von Fremdenfeindlichkeit und gesellschaftliche Strategien zur Überwindung!
„Der 20. Jahrestag des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen muss Anlass sein für eine viel intensivere gesellschaftliche Diskussion über die Gründe und Ursachen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“, betont der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, und verlangt auch ein Nachdenken darüber, was rassistische Tendenzen und die Ablehnung des Fremden im Alltag verstärkt, aber auch was notwendig ist, um endlich eine aktive Willkommenskultur zu ermöglichen.
Dabei dürften die Gründe von Fremdenfeindlichkeit nicht auf „Standortfragen“ reduziert werden. „Das verstellt uns den Blick auf die Ursachen und raubt uns die Kraft, im Sinne eines vielfältigen und toleranten Miteinanders Ideen von außen aufzunehmen“, so Ramelow weiter. Er betont: „Zuwanderer sind eine Bereicherung und keine Bedrohung! – aber nur, wenn wir die Menschen mit ihrer kulturellen Herkunft annehmen und nicht auf Nützlichkeit reduzieren.
Der 20. Jahrestag des Pogroms von Rostock-Lichtenhagen müsse Ausgangspunkt für eine offene und offensive Debatte sein, „denn es geht hier nicht um ein isoliertes ‚Problem Ost’“. Der LINKEN-Politiker erinnert in diesen Zusammenhang auch an Lübeck, Mölln und Mannheim und unterstreicht die gesellschaftliche Notwendigkeit, sich entschieden gegen allen Formen von Fremdenfeindlichkeit und Alltagsrassismus zu wenden. „Ob Dortmund oder Gera, hier und jetzt muss gemeinsam der Mär von der Überfremdung und dem ‚Das-Boot-ist-voll’-Gefasel entgegen getreten werden!“, so Ramelow abschließend.
