Offensichtlich enge Zusammenarbeit zwischen rechtsextremen Strukturen
Angesichts der Festnahme eines weiteren mutmaßlichen Unterstützers des rechtsextremen Terrornetzwerkes NSU erklärt Martina Renner, Innenexpertin der LINKEN im Thüringer Landtag: „Der organisatorische Werdegang des heute Festgenommenen zeigt, wie eng die Kameradschaftsszene und der Thüringer Heimatschutz mit der NPD verbunden sind.“ Carsten S. sei erst Aktivist des so genannten Thüringer Heimatschutzes und später stellvertretender Landesvorsitzender der Jugendorganisation der NPD gewesen.
Carsten S. gilt als einer der zentralen Unterstützer des Neonazi-Trios. Er habe nicht nur telefonischen Kontakt gehalten, sondern auch Spendengelder transferiert. Die Meldung, dass Carsten S. aus der rechtsextremen Szene ausgestiegen sein soll, müsse angesichts der Vorwürfe der Generalbundesanwaltschaft mit einem Fragezeichen versehen werden. „Es ist ein Widerspruch, wenn einerseits Ermittlungen ergeben, Carsten S. sei an Waffenbeschaffung direkt beteiligt gewesen, und es andererseits Informationen gibt, er wäre zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr in der rechtsextremen Szene aktiv gewesen. Auf diese offene Frage erwarten wir Antworten“, so Martina Renner.
