NPD stört Flüchtlingsdemo vor Landtag - Aufruf zum Protest gegen Nazi-Aufmarsch
Heute hat die Thüringer NPD eine Pressekonferenz und Kundgebung für Flüchtlingsrechte vor dem Thüringer Landtag gestört. Im Rahmen der antirassistischen Kampagne "Refugee Protestmarch to Berlin" hatten etwa 50 Menschen gegen rassistische Diskriminierung protestiert und über ihre Forderungen informiert.
Die Bundes-NPD hatte bereits vor einigen Tagen im Internet aufgerufen, die antirassistische Tour zu stören. Unter den Störern befanden sich auch Teile der Führungsebene der Thüringer NPD. Für Donnerstag ruft die NPD erneut zu einer Kundgebung vor dem Landtag in Erfurt auf.
Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag Bodo Ramelow sagte: "Die NPD hat heute erneut ihren zutiefst rassistischen und antidemokratischen Charakter gezeigt." Alle Demokraten und Antifaschisten seien aufgerufen, am Donnerstag vor dem Thüringer Landtag "gemeinsam und friedlich Gesicht gegen den braunen Ungeist zu zeigen".
Auch der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Partei DIE LINKE Thüringen, Knut Korschewsky, ruft zum Protest auf: "Der Fall NSU hat gezeigt, dass Nazis vor Gewalt und Mord nicht zurückschrecken. Es ist notwendig, gemeinsam gegen die Bedrohung von Demokratie und Menschenrechten durch die Nazis auf die Straße zu gehen!"
Gewerkschaften, antifaschistische Initiativen und Parteien rufen gemeinsam zu den Protesten am 20. September vor dem Landtag in Erfurt auf und haben vier Kundgebungen gegen die NPD im Umfeld des Landtages angemeldet.
