Nie wieder Krieg und Faschismus!
Zum 75. Jahrestag des Überfalls der faschistischen Wehrmacht auf die Sowjetunion erklärt Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende von Fraktion und Partei DIE LINKE Thüringen:
Am 22. Juni 1941 überfielen die deutsche Wehrmacht und ihre faschistischen Verbündeten die Sowjetunion. Dieser von Deutschland begonnene Krieg war ein rassistisch, antisemitisch und ökonomisch motivierter Angriffs-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg. Für die NS-Ideologen ging es um einen Kampf der „arischen Rasse“ gegen die sowjetischen „Untermenschen“, der Krieg wurde als Schlacht gegen den „jüdischen Bolschewismus“ geführt. Hand in Hand gingen die blutige Eroberung von „Lebensraum“ im Osten, wirtschaftliche Ausbeutung, Zwangsarbeit und die millionenfache Ermordung der jüdischen Bevölkerung, der sowjetischen Führungsschicht, Soldaten und Kommissare der „Roten Armee“ und Bevölkerung der Sowjetunion. Die besonders brutalen Kriegsverbrechen zogen eine unvorstellbare Spur des Massenmords, der Vernichtung und Zerstörung durch die Sowjetunion.
Die „Rote Armee“ und die Sowjetunion trugen die Hauptlast der Niederschlagung des Faschismus und der Befreiung Europas. Dafür gilt es bis heute, Danke zu sagen!
Nie wieder Krieg und Faschismus, das gilt für DIE LINKE Thüringen bis heute als eine wichtige Richtlinie unserer Politik. Es gilt, der Toten zu gedenken und immer wieder die Opfer auch als Mahnung für eine friedliche Welt zu verstehen.
Es ist unverständlich, warum die Bundesregierung dem Gedenken an den 75. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion kaum Beachtung schenkt. Unabhängig davon, wie man zur heutigen Politik Russlands steht, ist es eine Frage der historischen Wahrheit und des Anstands, an den Überfall auf die Sowjetunion und das folgende Leiden der Bevölkerung angemessen zu erinnern.
DIE LINKE tritt gerade vor dem Hintergrund der historischen Verantwortung Deutschlands für Krieg und Massenmord für einen neuen Dialog und Kooperation mit Russland und den anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion ein. Auch die aktuellen NATO-Operationen an den Grenzen Russlands müssen vor diesem geschichtlichen Hintergrund besonders kritisch betrachtet werden. DIE LINKE Thüringen begrüßt daher die jüngsten Äußerungen von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der für einen anderen Kurs der Bundesregierung in der Frage der Sanktionen gegen Russland und für Dialog plädierte.
