Mahnende Erinnerung an Vernichtungs- und Mordzug des Nationalsozialismus
Der Jahrestag der Befreiung und Selbstbefreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am morgigen Donnerstag ist "in erster Linie Anlass, den Millionen Opfern des verbrecherischen und menschenverachtenden Systems des deutschen Nationalsozialismus und seiner abscheulichsten Verbrechen, dem Holocaust, zu gedenken", sagte der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, heute in Erfurt.
Zugleich müsse dieser Tag in Thüringen Anlass sein, darüber zu reden, wie die mahnende Erinnerung an dieses Kapitel deutscher Geschichte angesichts der immer weniger noch lebenden Zeitzeugen auch in Zukunft lebendig in dieser Gesellschaft gehalten werden kann. "Es ist die Verantwortung der nachfolgenden Generationen, in Zukunft weiter den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken und den Grundgedanken des Schwurs von Buchenwald, die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln, auszufüllen. Es ist eine gesellschaftliche Herausforderung, allen menschenverachtenden Einstellungen aktiv entgegenzutreten", so der LINKE-Fraktionsvorsitzende.
Die erschreckende Verbreitung antisemitischer, rassistischer und nationalistischer Einstellungen und die in Buchenwald erfahrbare Geschichte fordert uns auf, im Kampf gegen Neonazismus keinesfalls nachzulassen. "Buchenwald steht wie viele andere Konzentrations- und Vernichtungslager dafür, wie in einer Gesellschaft ohne Gegenwehr aus Parolen und Einstellungen ein politisch gleichgeschaltetes System entstehen kann, in dem Menschen bis dahin unvorstellbare Verbrechen an der Menschheit begingen", so Ramelow weiter.
Die Fraktion DIE LINKE ruft zur Teilnahme an der Gedenkveranstaltung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD) auf dem ehemaligen Appellplatz des KZ Buchenwald am Sonntag, 14. April 2013, auf.
