Linksfraktion unterstützt Demonstration gegen rechte Hetze
Nach einer längeren Pause will die Thüringer AfD ab morgen wieder Demonstrationen in Erfurt durchführen. Dazu sagt Susanne Hennig-Wellsow, Fraktions- und Landesvorsitzende der Thüringer LINKEN: „Über 40 rechte Straftaten im Zusammenhang mit den AfD-Aufmärschen seit letztem Jahr in Erfurt, Gewaltaufrufe gegen Muslime und den geplanten Moscheebau in Marbach sowie der Überfall auf den Vorsitzenden der Ahmadiyya-Gemeinde in der letzten Woche, bei dem sich der Täter auf AfD-Chef Höcke bezogen haben soll, sind Ausdruck von Hass und Menschenfeindlichkeit, die von der AfD geschürt werden.“
„Für viele Menschen, die wegen ihrer Meinung, ihrer Religion oder ihrer Hautfarbe nicht in das Bild der AfD und ihrer Anhänger passen, waren die AfD-Märsche bedrohlich und Grund, bestimmte Bereiche im Stadtgebiet zu meiden. Durch die AfD sind Angsträume in Erfurt entstanden“, so Hennig-Wellsow. Die Hetzreden des Fraktionsvorsitzenden Höcke und das bewusste Spiel mit der NS-Sprache tragen zu einer Radikalisierung der AfD-Anhänger bei. „Den Worten folgen Taten, den Brandreden folgen Brandanschläge", warnt die Landespolitikerin und ruft auf: „Gegen Rassismus gilt es, Flagge zu zeigen. All diejenigen, die nicht widerspruchslos die rechte Hetze der AfD hinnehmen wollen, sind vom Bündnis „Auf die Plätze!“ am Mittwochabend zum Protest eingeladen, der auch von der Linksfraktion im Thüringer Landtag unterstützt wird“. Beginn der Kundgebung auf der Südseite des Erfurter Hauptbahnhofs (Schillerstraße) ist um 18 Uhr.
