König-Preuss fordert Stadt Themar zur Kündigung des Mietvertrages für Rechtsrock-Konzert auf
Für den 14. März 2020 bewerben Neonazis seit mehreren Wochen eine Rechtsrock-Veranstaltung im „Schützenhaus“ in Themar. Das Schützenhaus befindet sich in städtischem Eigentum, der Mietvertrag mit dem allseits bekannten Neonazi Tommy Frenck wurde von der Kommune unterzeichnet. Katharina König-Preuss, Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, erklärt dazu: „Es gibt weder eine Verpflichtung noch Notwendigkeit, Neonazis eine kommunale Immobilie für Rechtsrock-Konzerte zur Verfügung zu stellen. Im Gegenteil, es wäre Aufgabe der Stadt Themar gewesen, diese Nazi-Versammlung zu unterbinden und Neonazis keinen Zugriff auf das Schützenhaus zu gewähren.“
König-Preuss ist entsetzt, dass mit den angekündigten Liedermachern u.a. einem Unterstützer von „Blood and Honour“, dem seit 2000 in Deutschland verbotenen Neonazi-Netzwerk, eine Bühne geboten wird. „Blood & Honour“ gilt als das entscheidende Unterstützernetzwerk des NSU. Deren militanter und bewaffneter Arm „Combat 18“, dem wiederum Verbindungen zum mutmaßlichen Mörder an Walter Lübcke nachgesagt werden, wurde erst vor wenigen Wochen in Deutschland verboten.
König-Preuss fordert den neuen Bürgermeister und weitere Verantwortliche Akteure der Stadt Themar sowie des Landkreises auf, dringend den Mietvertrag für die Neonazi-Veranstaltung rückgängig zu machen. „Hunderten Neonazis öffentliche Räume für Rechtsrock-Konzerte - alias der Begleitmusik zu Mord- und Totschlag - zur Verfügung zu stellen, ist verantwortungslos und zeigt das Versagen der Verantwortungsträger im Umgang mit rechten Strukturen auf.“
Die Abgeordnete weiter: „Neonazis, Rassismus und Antisemitismus ergreifen immer mehr Raum. Dem müssen sich Staat und Gesellschaft entgegenstellen, die rechte Raumaneignung muss gestoppt werden. Es ist unsere Verantwortung im 75. Jahr der Befreiung, den Worten ‚Nie wieder’ entsprechende Handlungen auch folgen zu lassen.“
