Kein Platz für Rechtsextreme in der Feuerwehr!
Mit der Wahl von Frank K. in den Vorstand der "Freiwilligen Feuerwehr Rippershausen" wurde nun erstmals in Thüringen ein bekannter Rechtsextremer in eine leitende Funktion innerhalb der Wehren gewählt. Dazu erklärt Martina Renner, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag:
"Werden die schönen Worte vom Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie auf dem jüngsten Verbandstag der Thüringer Feuerwehr auch vor Ort in Rippershausen gehört? Dass Neonazis Vereine unterwandern wollen, ist wahrlich nicht neu. Wenn nun ein bekennender und öffentlich bekannter Rechtsextremer in eine wichtige Funktion in einer Freiwilligen Feuerwehr gewählt wurde, ist das erschreckend."
Frank K. ist in der Vergangenheit u.a. durch seine Teilnahme an bundesweiten Veranstaltungen der rechtsextremen "Schlesischen Jugend" und der mittlerweile verbotenen Neonazi-Organisation "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ) aufgefallen. Er war auch an der Störung einer Informationsveranstaltung über die HDJ 2009 in Arnstadt durch etwa 40, zum Teil vermummte, Neonazis beteiligt. Auf das rechtsextreme Wirken des Mitglieds der Feuerwehr Rippershausen Frank K. hatte die Innenpolitikerin Renner den Landesvorsitzenden des Thüringer Feuerwehrverbandes bereits vor längerer Zeit hingewiesen.
Renner kommentiert: "Es ist gut, dass die Thüringer Feuerwehr mit dem Projekt ,Einmischen, mitmachen. Verantwortung übernehmen - demokratiestarke Feuerwehren in Thüringen' sich dem Thema annimmt. Doch offenbar werden konkrete Warnungen einfach ignoriert. Offenkundig reichen Broschüren, Schulungen und Beauftragte in den Verbänden nicht mehr aus. Es ist an der Zeit, sich endlich wirksam mit der Ideologie und Praxis der Neonazis auseinanderzusetzen. Die unscharfe und realitätsferne Bekämpfung von ,Extremismus' ganz allgemein muss endlich beiseite gelegt werden."
Am 7. März 2013 berichtete zudem das "Meininger Tageblatt", dass die Feuerwehr Rippertshausen auch den Sohn von Frank K. in den aktiven Dienst aufnahm. Auf dem Foto in der Zeitung trägt er ein T-Shirt mit der Aufschrift "Klagt nicht, kämpft!". Der Slogan wird vor allem in der Neonazi-Szene als Motiv und in Songtexten einschlägiger Bands verwendet.
