Guthmannshausen darf kein Stützpunkt und kein Aktionsfeld für Rechtsextreme werden

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„Schockiert und tief betroffen, aber auch wütend“ sei er über die Umtriebe von Leuten mit offensichtlich rechtsextremistischem Hintergrund am letzten Wochenende im Landkreis Sömmerda, so der LINKE Landtagsabgeordnete und Mitglied des Kreistages Sömmerda, Ralf Hauboldt.

Am Wochenende sei es in Sömmerda zu Hakenkreuzschmierereien gekommen, bisher Unbekannte hätten Transparente mit Beleidigungen angebracht, und auch eine Stele zum Gedenken an die Todesmärsche sei beschmiert worden. Der Linkspolitiker fordert „eine schnellstmögliche Aufklärung der Sachbeschädigungen und Ermittlung der Täter“. Hauboldt ruft die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere des Landkreises Sömmerda, auf, sich engagiert und öffentlich gegen Rechtsextremismus zu stellen. „Guthmannshausen und der Landkreis Sömmerda dürfen kein Stützpunkt und kein Aktionsfeld für Rechtsextreme werden“, betont der LINKE-Abgeordnete.

Zudem habe nach ihm vorliegenden Informationen am Wochenende im alten Rittergut in Guthmannshausen eine Veranstaltung stattgefunden, die – soweit ersichtlich – wohl in Bezug zur rechtsextremen Szene stehe. Hauboldt verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass sich die Landesregierung in der Plenarsitzung am vergangenen Freitag bei der Beantwortung einer von ihm zu den Vorgängen um den Verkauf des ehemaligen Rittergutes gestellten Anfrage dahingehend geäußert hat, dass die Erwerberin der Liegenschaft Mitglied im Verein „Gedächtnisstätte“ sein soll. Dieser Verein werde von Fachleuten und öffentlichen Stellen als rechtsextrem eingestuft.

„Die Landesregierung und die anderen zuständigen Behörden müssen nun alles tun, um eine Rückabwicklung des Verkaufs durchzusetzen“, so Hauboldt, der darüber hinaus eine kritische Überprüfung verlangt, warum die Gemeinde Guthmannshausen das ihr nach Aussagen der Landesregierung vom Freitag zustehende Vorkaufsrecht für die Immobilie nicht ausgeübt hat. „Doch Verantwortung kommt vor allem auch dem Land als Verkäufer zu. Hätte sich das Land um eine Nachnutzung der Liegenschaft bemüht, statt zu verkaufen, hätten einige, nun leider akute, Probleme vermieden werden können“, so der LINKE-Justizpolitiker abschließend.


 

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