Gesicht zeigen gegen Neonazismus und Menschenfeindlichkeit!
Nachdem das Verwaltungsgericht Weimar das zunächst ausgesprochene Verbot des neonazistischen „Eichsfeldtages“ aufgehoben hat, droht am morgigen Samstag bereits die zweite Auflage des Rechtsrock-Ereignisses in Eichsfeldkreis. DIE LINKE-Fraktion ruft zur Teilnahme an den friedlichen Bürger-Protesten gegen Neonazismus und Menschenfeindlichkeit auf.
Mit dem durch den NPD-Funktionär Thorsten Heise angemeldeten „Eichsfeldtag“ bestehe die Gefahr, dass sich in Thüringen eine vierte Großveranstaltung der NPD und sogenannter freier Kräfte etabliere, „bei der neonazistische Bands den Soundtrack zu menschenverachtender Ideologie liefern und inszenierte rührselige Familienfestatmosphäre Militanz und Radikalität des Neonazismus verdecken sollen“, so die Innenpolitikerin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Martina Renner. „Der Versuch der neonazistischen NPD und ihrer Bündnispartner der freien Kräfte, sich in der Öffentlichkeit als normaler Bestandteil von Gesellschaft und politischer Auseinandersetzung zu präsentieren, darf niemals hingenommen werden.“
Zivilgesellschaftlicher Protest gegen Neonazismus und Kritik an den Schnittstellen rechter und rechtsextremer Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft seien im Eichsfeldkreis ebenso notwendig wie bei dem im Juni stattfindenden sogenannten „Thüringentag der nationalen Jugend“ in Meiningen, betont Renner.
Nach den ermutigenden Protesten gegen rechte Aufmärsche am 1. Mai in Thüringen könne auch der morgige Tag „Motivation für viele andere Menschen sein, sich gemeinsam gegen Neonazismus und Menschenfeindlichkeit zu positionieren“. Der Thüringen-Monitor gehe zwar von einer erschreckend hohen Zustimmung zu rechten Positionen aus. „Die große Mehrheit aber identifiziert sich mit den Menschenrechten und demokratischer Mitbestimmung. Diese Menschen gilt es zu ermutigen, selbst Gesicht zu zeigen und den notwendigen antifaschistischen Protest nicht nur wenigen zu überlassen“, so Renner.
