Gedenken im KZ-Außenlager Laura

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Vor 70 Jahren – am 13. April 1945 – wurden die Häftlinge des Außenlagers Laura des KZ Buchenwald, die nicht auf den Todesmarsch nach Dachau geschickt worden waren, durch die Alliierten befreit.

Das Außenlager Laura bei Schmiedebach bestand 19 Monate. Unter menschenunwürdigen Bedingungen waren bis zu 800 Menschen in einer ehemaligen Scheune eingepfercht. Von 2.600 Häftlingen, die in unterirdischen Produktionsstätten die Triebwerke der V2 testen mussten, verloren 550 ihr Leben.

Ihrer und allen Opfern des Nazi-Regimes wurde heute anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des Außenlagers gedacht. Gemeinsam mit Ministerpräsident Bodo Ramelow und Genossinnen und Genossen des Kreisverbandes der Partei DIE LINKE hat Rainer Kräuter, Mitglied der Linksfraktion des Landtages, an den Feierlichkeiten zu Ehren der ehemaligen Häftlinge, ihrer ermordeten oder verstorbenen Kameraden aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich, Italien, Belgien und den Niederlanden teilgenommen und ein gemeinsames Blumengebinde niedergelegt.

Wie er nahmen Landrat Marko Wolfram und 170 französische Gäste, Mitglieder der „Association française Buchenwald, Dora et Kommandos“, an der Ehrung teil. Die Gruppe der ehemaligen Gefangenen war in den vergangenen Tagen auch bei den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald.

Rainer Kräuter: „Ganz bewusst bin ich an diesen Ort deutscher Geschichte im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gekommen. Besonders in diesen Tagen muss es darum gehen, viele der Zeitzeugen von damals zu treffen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, um ihr Vermächtnis weiterzugeben.“ Unter diesem Aspekt werde der Abgeordnete den Film „Geklaute Jugend“ und das Buch „Häftling 20801“ für die politische Arbeit im Wahlkreis einsetzen.
„Mögen uns Krieg, Zerstörung, Leid und Folter für immer erspart bleiben. Behalten wir die Geschehnisse von damals für immer im Gedächtnis. Angesichts der Lehren aus der Deutschen Geschichte muss die Zivilgesellschaft zusammenstehen, um Nationalismus, Antisemitismus, Rassismus die Stirn zu bieten. Für diese Ideologie darf niemals Platz in unserer Gesellschaft sein“, betont Kräuter.


 

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