Gedenken an NS-Opfer verbinden mit Kampf gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus
Mit Blick auf die Gedenkfeiern anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora, die heute beginnen, mit der Veranstaltung des Internationalen Buchenwald-Komitees auf dem Ettersberg am Sonntag einen weiteren Höhepunkt haben und am Dienstag mit der Kranzniederlegung im ehemaligen Außenlager Ellrich-Juliushütte ihren Abschluss finden, mahnt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Bodo Ramelow, die Erinnerung an die Millionen Opfer des deutschen Faschismus, darunter die 56.000 Toten der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora, wach zu halten und im Sinne des Buchenwaldschwurs alles zu tun für „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“.
„Die einzigartigen NS-Verbrechen fanden dort ihren Beginn, wo Menschen zu Rassenwahn, Ausgrenzung, Mord, Terror und Kriegshetze schwiegen, später unverhohlen zustimmten und mitmachten“, so Ramelow weiter. Dies nicht zu vergessen, sei eine hochaktuelle politische und gesellschaftliche Aufgabe.
„Die erst vor wenigen Monaten bekannt gewordene neonazistische Mordserie, aber auch aktuelle Untersuchungen zu rassistischen und antisemitischen Einstellungen in der Bevölkerung, zeigten deutlich: Es darf kein Schlussstrich unter diesen Teil der deutschen Geschichte mit seinem verbrecherischen und menschenverachtenden System des Faschismus gezogen werden. Die Gesellschaft darf nicht wegsehen, wenn Rechtsextremisten gegen Menschen hetzen. Der Verbreitung rassistischer Einstellungen muss konsequent entgegen getreten werden. Und das Versagen der Behörden bei der Entstehung des jahrelangen mörderischen NSU-Terrors muss rückhaltlos und entschieden aufgeklärt werden“, betont der Fraktionsvorsitzende der LINKEN.
