Gedenken an die Opfer des NS-Terrors

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„Die allerorts zunehmenden Aktivitäten von Neonazis und die von PEGIDA getragene menschenfeindliche Hetze und rassistischen Ressentiments sind mehr als nur ein Warnsignal für die Gefahren, die von rechtsgerichteten Gesinnungen ausgehen. In diesem Zusammenhang ist auch das Treiben der AfD unerträglich“, sagt Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionschefin der LINKEN im Landtag und Vorsitzende der Partei DIE LINKE in Thüringen, mit Blick auf den heutigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.

„Auch 70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee geben immer noch weitverbreitete Ressentiments gegen Juden, aber auch gegen religiöse Gruppen oder Flüchtlinge, Anlass, daran zu erinnern, wohin Intoleranz und rassistische Denkmuster in letzter Konsequenz führen können. Erinnerung und Mahnung an alle durch den deutschen Nationalsozialismus getöteten und in den Lagern fabrikmäßig ermordeten Menschen ist wichtig. Jedoch wächst aus der deutschen Verantwortung für diese Gräuel vor allem die Verpflichtung, jeder rassistischen und antisemitischen Ausgrenzung, jedem menschenverachtenden oder abwertenden Denk- und Argumentationsmustern entschlossen zu begegnen“, unterstreicht die LINKE-Politikerin.

„Der Versuch der AfD, den Gedenktag zu missbrauchen, in dem der Holocaust relativiert und die Opfer der Shoah und des Stalinismus gleichsetzt werden sollten, zeigt, dass die AfD bewusst mit rechten und geschichtsrevisionistischen Ansichten spielt“, so Hennig-Wellsow.
Die Kranz-Affäre sei „eine Schande für Thüringen. Ich erwarte von Herrn Höcke eine Entschuldigung, sonst sollte er so viel Anstand zeigen, auf seine Teilnahme an der Kranzniederlegung zu verzichten. Alles andere wäre eine Beleidigung der Opfer.“
Hennig-Wellsow weist zudem darauf hin, dass sich der Fraktionsvorsitzende Björn Höcke immer wieder im extrem rechten Spektrum positioniert. Die AfD stellt sich damit offenkundig außerhalb des demokratischen Konsens.“


 

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