Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus: Prävention und Aufklärung gefordert
Der 27. Januar als der Tag, an dem das Vernichtungslager Auschwitz befreit wurde, ist ein würdiger Anlass, der Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust zu gedenken", sagt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow.
"Es bleibt dauerhaft ein unverzichtbarer Teil der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung in der Bundesrepublik, an alle durch den deutschen Nationalsozialismus getöteten und in den Lagern fabrikmäßig ermordeten Menschen zu erinnern und mahnend unsere Stimme zu erheben, wenn sich nur im Ansatz menschenverachtende Einstellungen und Denkmechanismen sich breit machen", sagt Bodo Ramelow. Schließlich hat genau das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Voraussetzung für einen Vernichtungskrieg und für die Ermordung von Millionen Menschen geschaffen. "Wir werden jeden Nationalchauvinismus, jeder rassistischen und antisemitischen Ausgrenzung begegnen und jeder vermeintlichen Logik widersprechen, die die Anwendung militärischer Gewalt versucht zu legitimieren", so Ramelow.
Besonders notwendig ist nach Ansicht Ramelows auf die besorgniserregenden und erschreckenden Zustimmungswerte zu antisemitischen Einstellungen und antiziganistischen Debattenbeiträgen zu reagieren. "Die Verfolgung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden und auch der Roma durch den Nationalsozialismus muss uns insbesondere sensibilisieren, gegen jedwede Form der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer Religion oder ethnischen Zugehörigkeit entschieden vorzugehen und ihnen Schutz vor Diskriminierung und im Falle der Roma vor existenziell bedrohlichen Lebensbedingungen konkret zu bieten."
Bodo Ramelow wird am kommenden Montag, 27. Januar 2014, 13 Uhr, an der zentralen Gedenkveranstaltung des Thüringer Landtags und der Thüringer Landesregierung anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus im Thüringer Landtag teilnehmen. Die Fraktion DIE LINKE wird durch Dr. Birgit Klaubert, Sprecherin für Kulturpolitik, und André Blechschmidt, Parlamentarischer Geschäftsführer, bei der Kranzniederlegung zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus in der Gedenkstätte Buchenwald vertreten sein.
