DIE LINKE fordert: Motivation für rechte Gewalt offenlegen!
„Es muss in das gesellschaftliche Bewusstsein rücken, dass einer neonazistischen Ideologie und rassistischen Einstellungen Angriffe auf Menschen folgen, die als minderwertig oder als fremd diskreditiert werden. Opferschutz beginnt dort, wo Einstellungen, verbale Äußerungen und darauf aufbauende Handlungen Menschen diskriminieren und ausgrenzen. Hier darf es kein Bagatellisieren und Verharmlosen geben“, sagt Martina Renner, Sprecherin für Innenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, nach der heutigen Pressekonferenz der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt.
Frau Renner weist auch darauf hin, dass die Differenz zwischen der durch die Thüringer Landesregierung offiziell anerkannten Todesopfer rechter Gewalt und anderen Erhebungen nicht zu erklären ist. So geht die Landesregierung von einem Todesopfer rechter Gewalt in Thüringen aus, während bei sechs weiteren Fällen nach Recherchen von Journalisten des Tagesspiegels von einem neonazistischen Hintergrund auszugehen ist.
Nach Aussagen der Beratungsstelle seien von April bis Dezember 2011 im Freistaat 216 Menschen Opfer rechter Gewalt geworden.
„Zu einem würdevollen Umgang mit Opfern rechter Gewalttaten gehört, die Motivation der Täter offenzulegen und nicht zu verschleiern“, fordert Renner abschließend.
