Demokratiepreis an Lothar König: "Eine mutige und vor allem auch richtige Entscheidung"

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Für die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag begrüßt deren Vorsitzender, Bodo Ramelow, die morgige Verleihung des Thüringer Demokratiepreises an den Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König durch die Thüringer Sozialministerin in Kahla auf der "Meile der Demokratie".

"Dies ist eine mutige und vor allem auch richtige Entscheidung. Die Würdigung des jahrelangen Engagements Lothar Königs gegen Neonazismus und Rassismus ist gleichzeitig auch ein Signal gegen Versuche wie in Sachsen, dieses Engagement zu kriminalisieren", so Ramelow. Der LINKE Politiker weist besonders auf den Ort der Preisverleihung hin, "denn auch damit setzt man in Kahla ein Zeichen, sich aktiv Rechtsextremismus in den Weg zu stellen".

"Die Preisverleihung ist in erster Linie eine Würdigung des Engagements Lothar Königs in Jena mit jungen Menschen seit vielen Jahren. Die Arbeit der Jungen Gemeinde Stadtmitte war und ist davon geprägt, junge Menschen zu sensibilisieren, sich gesellschaftspolitisch zu engagieren und für ihre Interessen selbst einzutreten. Diese Arbeit ist untrennbar mit Lothar König verbunden und macht ihn zu einem würdigen Preisträger eines Preises für Demokratie", so Bodo Ramelow.

In der Zeit des Prozesses in Dresden sei die Preisverleihung zugleich ein deutliches Signal, zivilgesellschaftlichem Protest den Rücken zu stärken und diesen vor ungerechtfertigter Verfolgung zu schützen. Die bisherigen Prozesstage, die durch Mitglieder der Fraktion DIE LINKE begleitet wurden, haben gezeigt, dass die durch die sächsische Justiz erhobenen Vorwürfe konstruiert und durch abgestimmte und zum Teil wahrheitswidrige Aussagen von Polizeibeamten angereichert wurden, während entlastende und die Vorwürfe widerlegende Ermittlungsergebnisse nicht in das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft eingeführt wurden.


 

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