„Das Eichsfeld bleibt bunt“ – konsequenter Protest gegen Nazikonzert

Katharina König-PreussPresseAntifaschismusGesellschaft-Demokratie1

Anlässlich des am kommenden Samstag in Leinefelde stattfindenden sogenannten „Eichsfeldtages“ ruft die Sprecherin für Antifaschismus der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Katharina König, alle Thüringerinnen und Thüringer auf, sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen:

„Beim mittlerweile zum fünften Mal veranstalteten und als Kundgebung getarntem Rechtsrockkonzert in Leinefelde werden unter Ägide der NPD und ihres stellvertretenden Landesvorsitzenden, Thorsten Heise, wieder einschlägig bekannte Nazibands ihre in Musik verpackte Hassideologie verbreiten. Dagegen ist konsequenter hör- und sichtbarer Protest notwendig und legitim!“ Neben der Band „Lunikoff-Verschwörung“ des Ex-„Landser“-Frontmanns Michael Regener spielen szenebekannte Bands, wie Kraftschlag oder der „Nazibarde“ Frank Rennicke. Angesichts dieser Namen sei zu befürchten, dass ähnlich wie vor wenigen Wochen in Hildburghausen eine große Zahl von Neonazis ins Eichsfeld strömen wird, um der Hetze gegen Ausländer und Andersdenkende zu lauschen und sich an Ständen mit den neuesten Nazidevotionalien auszustatten. „Dass so etwas unter dem Schutz des Versammlungsrechts stattfinden kann, ist schwer erträglich“, betont König.

Sie hoffe, dass der Protest deutlich größer ausfällt als in Hildburghausen. Sie nehme positiv zur Kenntnis, dass Landrat Henning anders als sein Amtskollege in Hildburghausen an einer Veranstaltung im Rahmen der Protestaktionen teilnimmt. Landrat Müller aus Hildburghausen habe im Gegensatz dazu gegenüber der Presse sein passives Verhalten damit gerechtfertigt, dass er gleichermaßen etwas gegen „rechts- und linksradikale Spinner“ habe und letztere ja auch eine Mitschuld an der Radikalisierung der Rechten hätten.

„Derartigen gefährlichen Unsinn hat der NSU-Untersuchungsausschuss der letzten Legislatur als eine wesentliche Ursache für die weitgehend ungestörte Ausbreitung und Radikalisierung der rechten Szene in den 90er Jahren ausgemacht. Es ist erschreckend, dass ein CDU-Landrat 20 Jahre später und nach dem Aufdecken der abstoßenden NSU-Verbrechen in Thüringen immer noch die gleiche Verharmlosung betreibt. Eine klare Aussage und Positionierung von Landrat Werner Henning gegen das Nazikonzert wäre ein gutes und wichtiges Signal“, so König abschließend.

12.6.2015, 16.30 Uhr, Leinefelde: Ohnesportplatz Leinefelde: KEIN SportPLATZ für Nazis, Platzbesetzung mit Spiel, Spaß und Sport: „Das Eichsfeld bleibt bunt!“, in Kooperation mit den Eichsfelder Sportvereinen

13.6.2015, ab 16 Uhr, Leinefelde: 16 Uhr: Ökumenisches Friedensgebet St. Maria Magdalena; 17 Uhr: Start Demo Parkplatz „Eichsfelder Hof“; 17 Uhr: Kundgebung Händel, Ecke Beethovenstraße


 

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