Bundesweites Neonazi-Netzwerk immer deutlicher erkennbar

PresseMartina RennerAntifaschismusInneres2

Zu den heute erfolgten Durchsuchungen bei mehreren Neonazis in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg erklärt die Innenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Martina Renner:

„Die rechten Mörder des NSU erhielten offenbar über Jahre Unterstützung aus der legal und offen agierenden Neonazi-Szene. Die heutigen Durchsuchungen liefern einen weiteren klaren Hinweis dafür, dass ein bundesweites Terror-Netzwerk besteht, das seit Ende der 1990er Jahre von den Sicherheitsbehörden unbehelligt agieren konnte.“

Nach Informationen, die der Linksfraktion im Thüringer Landtag vorliegen, handelt es sich bei den heute durchsuchten Personen um ehemalige Betreiber von rechten Läden, in denen u.a. Szene-Bekleidung verkauft wurde.

Martina Renner sagt: „Es gibt keine harmlosen Neonazis und keine klare Trennung in legal und illegal agierende Strukturen. Die gesamte Szene ist eng vernetzt. Die Verbindungen zwischen dem Untergrund und den legal operierenden Neonazis werden nun immer offensichtlicher. Die Nazi-Terroristen des NSU waren mit NPD-Kadern, „Blood & Honour“, Szene-Läden und dem einträglichen RechtsRock-Geschäft bestens vernetzt. Die Bedeutung von rechten Läden als Knotenpunkte für die Szene haben die Sicherheitsbehörden jahrelang ignoriert.“


 

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