Aus NSU nichts gelernt

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Zum Angriff durch Neonazis auf eine Veranstaltung des "Kunsthauses Erfurt" am 13. Juli, bei dem mehrere Personen zum Teil schwer verletzt wurden, erklärt Martina Renner, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag:

"Aus dem NSU-Naziterror hätte man unter anderem zwei Lehren ziehen können: Erstens sollte man Opfern rechter Gewalt Glauben schenken. Zweitens sollte man deutliche Hinweise auf Neonazis ernst nehmen. Beides ist im Fall des Neonazi-Angriffs auf das Erfurter Kunsthaus mal wieder unterblieben - ein fataler Fehler. Das ewige Leugnen und Abstreiten von rechter Gewalt muss ein Ende haben. Wohin es führt, wenn das Offensichtliche nicht gesehen werden soll, können wir gerade bei der Aufarbeitung des jahrelangen Wegschauens der Sicherheitsbehörden erleben."

Susanne Hennig, Erfurter Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, ergänzt: "Erfurt hat ein Nazi-Problem. In den letzten Monaten haben sich die Aktivitäten von Neonazis in der Stadt wahrnehmbar gesteigert. Mehrmals kam es zu gewalttätigen Angriffen, es gab Kundgebungen und Plakatier-Aktionen. Die Stadt, Behörden und die Öffentlichkeit müssen sich diesem Problem offensiv stellen. Opfer müssen besser geschützt werden. Wir hoffen, dass es den Verletzten des Naziangriffs bald wieder besser geht und stehen solidarisch an der Seite des Kunsthauses und aller Opfer rechter Gewalt."


 

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