70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald: Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Krieg
„70 Jahre nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus, 70 Jahre nach der Befreiung des KZ Buchenwald ist der Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Krieg eine Aufgabe höchster Aktualität“, erklärt Susanne Hennig-Wellsow, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Landesparteivorsitzende. Sie verweist auf den Schwur der Überlebenden von Buchenwald: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel“. Das mahnende Erinnern müsse eindringlich wach gehalten werden. Die LINKE unterstütze alle Bemühungen für eine lebendige Erinnerungskultur und gegen das Vergessen. Dies sei angesichts der nur noch wenigen lebenden Zeitzeugen „dringlicher denn je“.
„In der aktuellen Situation, in der gerade erst begonnen wurde, die Hintergründe der NSU-Verbrechen aufzuklären, in der Brandanschläge auf Flüchtlingsheime stattfinden und Menschen bedroht und angegriffen werden, ist es von besonderer Bedeutung, gegenwärtig zu halten, wie in einer Gesellschaft ohne Gegenwehr aus menschenfeindlichen Parolen und Einstellungen ein gleichgeschaltetes unmenschliches System entstehen kann.“
Es müsse strikt entgegen getreten werden jeder Relativierung der Nazibarbarei ebenso wie Übergriffen auf Flüchtlinge oder Demonstrationen gegen das Grundrecht auf Asyl. „Das Gedenken an die Opfer von faschistischer Gewaltherrschaft und Krieg muss konsequent mit dem Handeln für Demokratie, Mitmenschlichkeit und Toleranz verbunden werden. Insbesondere die Bundesrepublik Deutschland hat dabei eine große Verantwortung“, unterstreicht die Fraktionsvorsitzende.
Die Landtagsfraktion und die Landespartei DIE LINKE rufen zur Teilnahme an den Gedenkveranstaltungen zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald und Mittelbau Dora auf. Susanne Hennig-Wellsow nimmt teil am Gedenkakt im Weimarer Nationaltheater sowie an der Gedenkveranstaltung auf dem Appellplatz Buchenwald. Hier wie anschließend am Glockenturm werden sie und weitere Vertreterinnen und Vertreter der LINKEN Kränze niederlegen.

