70 Jahre Deportation der Juden aus Thüringen: Mut zum Dialog als Bestandteil von Erinnerungskultur
Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Thüringer Landtag, Bodo Ramelow, hat angesichts der morgigen Gedenkveranstaltung im Thüringer Landtag an die vor 70 Jahren erfolgte Deportation der Thüringer Juden zu mehr Mut für den interkulturellen Dialog aufgerufen. „Wenn wir eine Wiederkehr solcher schrecklichen Ereignisse in der Zukunft verhindern wollen, dann müssen wir den Mut aufbringen, auf andere zuzugehen“, betonte Ramelow.
All denen müsse entgegentreten werden, „die in unserer Gesellschaft aus unterschiedlichen Hautfarben, Glaubensbekenntnissen und kulturellen Traditionen die Berechtigung zur Unterdrückung und Gewaltanwendung ableiten“.
Ramelow begrüßte, dass auch der Landtag sich mit der Aufarbeitung der Geschichte dieses Hauses intensiv beschäftigte und eine ehemalige Haftzelle nun der Öffentlichkeit zugänglich macht. „Die Erinnerung an die Geschichte des Hauses als früheres Gestapo-Hauptquartier ist ein unverzichtbarer Bestandteil, sich mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.“
