Voller Erfolg für das Azubiticket

Thüringer Nahverkehr mit Zukunft. Mit Fahrgastverbänden und Verkehrsunternehmen im Gespräch.

Die verkehrspolitischen Sprecher Dr. Gudrun Lukin (DIE LINKE), Roberto Kobelt (B90/DIE GRÜNEN) und Frank Warnecke (SPD) der rot-rot-grünen Regierungskoalition luden am 9.4.2019 Fahrgastbeiräte und Verkehrsunternehmen zum Erfahrungsaustausch in den Landtag. Staatssekretär Dr. Klaus Sühl und die Thüringer Nahverkehrsgesellschaften beantworteten die zahlreichen Fragen.

670 Stellungnahmen zu den Fahrplänen in Thüringen 2020 wurden ausgewertet, die Weiterentwicklung des Verkehrsverbundes in Thüringen und die Chancen der Digitalisierung diskutiert.

Für den Freistaat wichtige Buslinien werden stärker gefördert. Sechzehn von ihnen verbinden bereits Bahnhalte über die Grenzen von Landkreisen hinaus mit dem ländlichen Raum. Auch das Azubiticket zählt zu den Erfolgen der rot-rot-grünen Verkehrspolitik. 4667 Exemplare wurden inzwischen verkauft. Mehr als 10 Prozent der Auszubildenden im Freistaat nutzen also die vom Land mit 103,87 Euro geförderte Monatskarte. Einzige Ausnahme: Der Landkreis Greiz, der das Ticket nicht anerkennt.

Das Azubiticket ist ein Beispiel für gute Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen, die weiter zu fördern ist. Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) und der Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer (MDO) arbeiten an einer Verbesserung der Fahrgastinformationen. Sie prüfen unterschiedliche Fahrstrecken und die möglichen entstehenden Kosten, um so einen einheitlichen Fahrscheins für ganz Thüringen zu verwirklichen. Viele unterschiedliche Tarife machen das nicht einfacher.Auch die Thüringer Landkreise müssen weiter davon überzeugt werden, sich an einem Verkehrsverbund für ganz Thüringen zu beteiligen.

Die Abgeordneten der Rot-Rot-Grünen Koalition kündigten an, die Mittel im Haushalt 2020 für den ÖPNV und das Azubiticket weiter erhöhen.So sollen auch die Bundesfreiwilligendienstleistenden in Zukunft dieses Ticket nutzen können.