Thüringer Schulen erhalten 94,3 Prozent mehr für die Sozialarbeit
Verdoppelung
Ein großer Schritt hin zu einer vollständigen Ausstattung aller Schulen mit Schulsozialarbeit brachte eine Initiative der Fraktionen von DIE LINKE, SPD und B90/Die Grünen zum Landeshaushalt 2020. Den Thüringer Schulen stehen ab diesem Jahr über als zehn Millionen Euro mehr für Schulsozialarbeit und damit für multiprofessionelle Teams zur Verfügung.
Wir rechnen damit, dass sich die Anzahl der Stellen für Schulsozialarbeit nahezu verdoppeln kann. Damit sowie mit 300 zusätzlichen Stellen für den Lehrernachwuchs haben wir ein wichtiges Signal für gute und zukunftssichere Bildung in Thüringen gesetzt“, sagte Torsten Wolf, Bildungspolitiker der Linksfraktion.
Die Landesförderung betrug im Jahr 2019 insgesamt 11.307.217 Euro und wurde einerseits mit 487.358 Euro bzw. 4,3 Prozent für Tarifsteigerungen und Sachkostensteigerungen aufgestockt. Zusätzlich erhalten die Schulträger für diese kommunale Aufgabe 10.176.802 Euro, um z.B. auch in Grundschulen und in freien Schulen neue Stellen für Schulsozialarbeit finanzieren zu können. In diesem Jahr stehen 21.971.377 Euro für Schulsozialarbeit zur Verfügung, eine Steigerung um 10.664.160 Euro bzw. 91,31 Prozent.
„Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen beschränkt sich nicht nur auf die Vermittlung des Lehrplans. Gerade durch Sozialarbeit werden Probleme und Herausforderungen, wie sie durch Drogen, Mobbing, Gewalt oder Schulverweigerung entstehen, sowie die Entwicklung eines demokratischen Schulklimas aktiv angegangen.
Schulsozialarbeit wird als kommunale Aufgabe durch das Land unterstützt. Ich freue mich, dass Rot-Rot-Grün eine Verdoppelung erreicht hat. Gleichzeitig appelliere ich an die demokratischen Fraktionen im Landtag, keine Blockadehaltung für eine zukunftsfähige Landespolitik aufzubauen, denn sie geht zu Lasten der Kommunen und guter Bildung“, so der Jenaer Bildungs- und Haushaltspolitiker Torsten Wolf.

