Bleibende Eindrücke - Interessantes Programm für die russischen Hospitantinnen
Bereits zum zehnten Mal waren auf Einladung der Deutsch Russischen Freundschaftsgesellschaft in Thüringen e.V. junge Hospitantinnen aus Russland bei Fraktionen im Thüringer Landtag zu Besuch. Diesmal kamen sie von der Ziolkowski Universität Kaluga.
Damit setzte die Freundschaftsgesellschaft die seit 2009 bestehende Tradition fort, einmal im Jahr jungen Leuten aus der Russischen Föderation das Funktionieren der demokratischen Formen der politischen Arbeit im Parlament und bei den Fraktionen nahezubringen.
Vor allem die LINKE-Fraktion hatte in Zusammenarbeit mit SPD und CDU für ein interessantes Programm gesorgt, von dem die Studentinnen Olga Savoskina, Maria Kerjuschkins und Natalja Babinziwa sichtlich beeindruckt waren (im Foto rechts oben Mitarbeiterin Maria Funke und Fraktionsgeschäftsführer Olaf Weichler bei der Verabschiedung von Olga am 17. Mai).
Die drei Hospitantinnen studieren im vierten Studienjahr an der Ziolkowski Universität Kaluga Pädagogik und Deutsch als erste Fremdsprache. Die 23jährige Olga berichtete in einem schon hervorragendem Deutsch mit großer Begeisterung von den viel zu schnell vergangenen zwei Wochen in Thüringen.
Als angehende Lehrerin hatten es ihr vor allem die Besuche in Bildungseinrichtungen angetan. So konnten sie hospitieren in der Jugendberufsförderung Erfurt gGmbH, einer Einrichtung zur Ausbildung von Jugendlichen mit Handicap, in der Gemeinschaftsschule Otto Lilienthal sowie im Sprachenzentrum der Universität Erfurt. Und es hatte auch einen regen Austausch mit dem Thüringer Bildungsminister Helmut Holter gegeben, der fließend russisch spricht. Olga will einiges in ihre Diplomarbeit einfließen lassen.
Anlässlich des Tages der Befreiung vom Faschismus am 8.Mai hatten die Studentinnen an der Gedenkstunde auf dem Erfurter Hauptfriedhof teilgenommen. Der Vorsitzende der jüdischen Landesgemeinde, Prof. Dr. Reinhard Schramm, sprach mit ihnen über das jüdische Leben in Erfurt und in Thüringen. Die Besuche und Informationen in der Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald (unteres Foto) und im Gedenkort Topf & Söhne in Erfurt waren, so betonte es Olga, sehr bewegend für sie und hinterließen bleibende Eindrücke.

