Nr. 3/2017, Seite 10: Thüringen-Stand war ein Anziehungspunkt

Parlamentsreport

Hoher Stellenwert der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft auf der Grünen Woche

Gemeinsam mit dem Ausschuss für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landtages besuchten die Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE Dr. Johanna-Scheringer-Wright, Ute Lukasch, Dr. Gudrun Lukin und Tilo Kummer die alljährlich im Januar stattfindende Internationale Grüne Woche. Der Thüringen-Stand war nicht nur erfolgreich, sondern Anziehungspunkt für viele Besucher.

Neben den Gesprächen an den Ständen fand eine Anhörung des Ausschusses zu Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik auf Thüringer Landwirtschaftsbetriebe, zur Fördermittelvergabe, zur Bedeutung des ökologischen Landbaus, zur Nachwuchssituation und zur Vermarktung Thüringer Produkte statt. Dazu waren der Thüringer Bauernverband, die AG bäuerliche Landwirtschaft e.V., der Verband Ökoherz und der Thüringer Waldbesitzerverband eingeladen. Der Bauernverband dankte der Regierung für die zügige Auszahlung der Soforthilfemittel aus den EU-Programmen und für die Unterstützung in der Milchkrise, dennoch mussten 52 Milcherzeugerbetriebe ihre Produktion einstellen.

Die AG bäuerliche Landwirtschaft unterbreitete Vorschläge zum Umsteuern bei der  Vergabe von Fördermitteln und Ökoherz e.V. regte die Förderung von Hofkreisläufen an. Auch die Neuregelungen zum Thüringer Qualitätssiegel fanden Zuspruch. Bemerkenswert war, dass Bauernverband, AG bäuerliche Landwirtschaft und Ökoherz den Willen zu einer zukünftig engeren Zusammenarbeit verabredeten, ein Novum. Der Waldbesitzerverband sprach ein massives Problem an: die Regelung der pflichtigen Berufsgenossenschaftsbeiträge nach Hektar. „Diese Vorschläge werden wir intensiv beraten und gemeinsam nach Lösungen suchen!“ - da waren sich abschließend alle Seiten einig.

Am Folgetag standen Besuche bei den Ständen Haflinger Gestüt Meura und des Vereins „Hohe Schrecke - Alter Wald mit Zukunft“ an. Auch hier gab es Hausaufgaben für die Abgeordneten: die Forderung nach dem Erhalt der Ausbildung zum Pferdewirt in Thüringen, eine verstärkte Werbung für diesen Beruf sowie die Weiterführung des Projekts Hohe Schrecke nach Auslaufen der Bundesförderung. „Alles in allem wurde auf der Grünen Woche der hohe Stellenwert der Thüringer Land- und Ernährungswirtschaft deutlich sichtbar, aber es sind auch noch eine Reihe von Steinen aus dem Weg zu räumen“, so das Fazit der Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE.    

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