Nr. 23/2012, Seite 10: Probleme und Lösungen
Fazit einer Wahlkreiswoche mit MdL Ina Leukefeld in den winterlichen Herbstferien
Montagmorgen – die Herbstferien gehen in die zweite Woche. Draußen stürmt und schneit es. Man könnte meinen, es wären Winterferien, denn die Kinder tollen begeistert durch den Schnee. Ina Leukefeld lässt sich durch die Wetterkapriolen nicht beirren, sie ist auf dem Weg ins SRH Zentralklinikum Suhl. Dort hat sie sich mit leitenden Angestellten verabredet, dem Geschäftsführer, dem stellvertretenden ärztlichen Direktor, der Chefin des Pflegedienstes sowie der Betriebsratsvorsitzenden. Das Klinikum ist der größte Suhler Arbeitgeber und Ina will wissen, wie es um Fachkräfte, die Ausbildung, die Betreuung der Patienten und die Bezahlung der Beschäftigten steht. Und auch, welche Probleme es gibt, denn als Landtagsabgeordnete hat sie oft Möglichkeiten, bei Problemlösungen aktiv mitzuhelfen.
Das Klinikum ist stolz darauf, endlich wieder eine Schwesternschule zu haben. 20 Auszubildende haben im September ihre Lehre aufgenommen. Auch viele gute Ärzte gibt es, die sich leidenschaftlich um ihre Patienten kümmern. Darunter sind viele, die aus dem osteuropäischen Raum stammen und hochqualifiziert sind. Chancen auf Arbeit hier haben sie aber nur, wenn sie gut Deutsch sprechen können, denn ein enger Kontakt zu den Menschen ist wichtig, um Vertrauen zu gewinnen. Dazu muss man mit ihnen reden können. Gerne würde man auch junge Akademiker aus Deutschland einstellen, diese sind aber kaum zu bekommen, obwohl sie hier viel mehr Aufstiegschancen hätten. „Hier ist die Politik gefragt, andere Rahmenbedingungen zu schaffen, die Anreize bietet, am Standort Suhl zu arbeiten“, so die LINKE Abgeordnete. Die Verkehrsanbindung nimmt sie als ein weiteres Problem mit, Pendelverkehr wäre aus Sicht der Klinikleitung wünschenswert, da ihre Mitarbeiter ja nicht nur im Schichtbetrieb, sondern auch Sonn- und Feiertags arbeiten müssen.
Am nächsten Tag ist Ina Leukefeld gemeinsam mit MdB Jens Petermann auf Stippvisite im Haus für ältere Bürger der Diakonie in der Karl-Marx-Strasse in Suhl. Dieses Haus, einst das erste seiner Art in der DDR, ist durch das Diakonische Werk aufwändig saniert und umgebaut worden. Hier fühlen sich die Bewohner sichtlich wohl, was sie auch im gemeinsamen Gespräch betonen. Das Haus bietet aber nicht nur attraktives Wohnen, sondern auch weitere soziale Dienstleistungen, Eltern-Kompetenz-Training zum Beispiel als intensive Form einer Hilfe zur Erziehung der Kinder- und Jugendhilfe oder auch Frühförderung als präventive Maßnahmen. Hier gibt es Handlungsbedarf, nimmt die Abgeordnete mit auf den Weg, denn die Finanzierung der Leistungen ist äußerst problematisch. Weiter geht es zur Agentur für Arbeit, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen sind gerade veröffentlicht, ein gute Grundlage für eine angeregte Diskussion mit dem Chef, Wolfgang Gold, sowie Rolf Grauling, Leiter des Jobcenters. Vielfältige Probleme werden benannt. Z.B. ist die Agentur in das Problem schrumpfender Berufsschulklassen nicht involviert, das Bildungsniveau der Schüler ist für Unternehmen problematisch, die Besetzung von Ausbildungsstellen immer schwieriger, die Ausweitung des Niedriglohnsektors nicht hinnehmbar. Da tut es gut zu hören, dass das Landesarbeitsmarktprogramm, für das Ina so gestritten hat, ein Schritt in die richtige Richtung mit positiven Ergebnissen war. Und, wie Ina berichtete, konnte sie auch in Einzelfällen, die an sie beim Besuch des Projektes NAVI herangetragen wurden, helfen.
Ilona Burandt
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