Nr. 21/2012, Seite 10: Hilfe durch Netzwerk - Im Wahlkreis unterwegs in Sachen Integration, Tourismus und Beschäftigungspolitik

Parlamentsreport

Der Monat September war reich an Besuchen der Landtagsabgeordneten Ina Leukefeld durch den Wahlkreis. So war sie u.a. beim NAVI – dem Netzwerk für Alleinerziehende zur Verbesserung der Integrationschancen.

Ina Leukefeld informierte sich bei den Teilnehmern des Projektes - auch um in speziellen Einzelfällen Unterstützung zu geben. Denn die (vor allem) Frauen haben eine Berufsausbildung und möchten gerne arbeiten gehen. Wie aber Beruf und Kind unter einen Hut bringen? Leider gibt es nicht immer die passenden Rahmenbedingungen, wie Arbeitszeiten oder Kinderbetreuung. Das Projekt begleitet und unterstützt Alleinerziehende auf dem Weg, wieder selbst für sich und ihre Kinder sorgen zu können.

Aber auch andere Probleme bewegen sie, wie z.B. kostenlose Parkmöglichkeiten in Suhl, die Erhöhung der Attraktivität der Stadt, das Jobangebot für Alleinerziehende überhaupt, Fördermöglichkeiten für Frauen. Ina Leukefeld wird diese Fragen u.a. in den Sozialausschuss des Suhler Stadtrates, dessen Vorsitzende sie ist, mitnehmen. Ein weiterer Besuch, an dem auch der tourismuspolitische Sprecher der Linksfraktion, Knut Korschewsky, teilnahm (s. Foto), galt dem Ringberghotel und dessen Chef, Wolfgang F. Kanig, in diesem Jahr als „Touristiker des Jahres“ ausgezeichnet. Die Linksfraktion hat mit Anträgen und Anfragen den besonderen Stellenwert des Tourismus  im Thüringer Landtag thematisiert. So interessierte die Abgeordneten, wie man den Tourismus noch stärker als Wirtschaftsfaktor entwickeln kann, welche Rolle die Kommunen in diesem Prozess spielen oder welche Erwartungen die Touristiker an die Landespolitik haben.  

Arbeitslosigkeit, Armut, Wohnungsnot, massive Einschnitte ins soziale Netz, das sind Themen, die sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Thüringen auf die Fahnen geschrieben hat. So gibt es auch in Suhl eine Servicestelle „Pro Arbeit“, die sich der Umsetzung des Landesarbeitsmarktprogramms widmet, um Menschen in sozialversicherungspflichtige, dauerhafte Beschäftigungsverhältnisse auf dem regulären Arbeitsmarkt zu bringen.

In 50 Prozent der Fälle gelingt das auch, wie die Leiterin, Gabriele Weschenfelder, berichtete. Aber es braucht schon einen langen Atem, da viele Menschen mit mehrfachen Vermittlungshemmnissen zu ihnen kommen und auf Grund von Langzeitarbeitslosigkeit oft psychische und andere Krankheiten haben. Auch hier funktioniert ein lokales Netzwerk, um Menschen aller Altersklassen, darunter auch Migranten, Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Gute Partner sind u.a. der Internationale Bund und die Kompetenzagentur. Ina Leukefeld, in der Landtagsfraktion arbeitsmarktpolitische Sprecherin, wird Anfang November für zwei Tage das Projekt persönlich begleiten und sich aktiv am Arbeitsprozess beteiligen.

Ein weiteres interessantes Gespräch gab es mit dem Geschäftsführer des Verkehrsinstituts Suhl, der durch das Arbeitslosenfrühstück, zu dem die Abgeordnete seit sechs Jahren regelmäßig in Suhl einlädt, aufmerksam wurde. Neben der Fahrschule bildet er auch Fahrlehrer und LKW-Fahrer aus und sucht Menschen, die keinen Job finden und sich umorientieren möchten. In der Branche gebe es Arbeit genug, aber es fehle mittlerweile auch in diesem Bereich an Fachkräften.

Ilona Burandt                             

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