Nr. 20/2012, Seite 9: Protest mit bunter Vielfalt - Thüringer Landtag mit No-Nazi-Aktionen und Filmabend
Vor dem Landtag wurde „symbolisch die Demokratie unter den Schutzschirm genommen“, würdigte Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN, die gemeinsame Aktion der Landtagsabgeordneten gegen einen von der NPD angekündigten Aufmarsch am 20. September.
In seinem Online-Tagebuch (http://www.bodo-ramelow.de) berichtete der LINKEN-Politiker weiter: „Den ganzen Tag über gab es verschiedenste Proteste. Einerseits die Aktion mit den Schirmen, bei der alle Fraktionen gemeinsam auch optisch klarmachten, dass uns allen bunte Vielfalt lieber ist als braune Einfalt. Dann gab es die direkte Gegendemonstration gegen die drei Dutzend Nazis, die sich rausgetraut hatten. Und abends wurde im Landtag der Film ‚Blut muss fließen – Undercover unter Nazis’ gezeigt, in dem dokumentarisch die Nazi-Szene unter die Lupe genommen wird.
Im Film ist zu sehen, wie bei Nazi-Konzerten immer wieder zu Gewalt aufgerufen wird und wie sehr die NPD in dieses Geschehen involviert ist. Es war gut, dass zur Filmvorführung der Raum, in dem diese stattfand, bis auf den letzten Platz gefüllt war. Und das ist unser größter Sitzungssaal im Haus, in dem sonst der NSU-Untersuchungsausschuss tagt.
Gefreut habe ich mich auch über die Worte von Landtagspräsidentin Birgit Diezel, die sehr klar darüber sprach, warum die alltägliche Auseinandersetzung mit Rassismus so notwendig ist.“
Rund um den Landtag gab es am 20. September verschiedene Anti-Nazi-Proteste, an denen sich Abgeordnete – darunter zahlreiche Parlamentarierer der Linksfraktion –, Gewerkschafter - neben der DGB-Landeschefin Renate Licht sprach auch Sandro Witt, der zugleich stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN ist -, sowie Initiativen gegen Rechtsextremismus beteiligten.
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