Nr. 19/2013, Seite 8: Das „Thüringer Meer“ kann noch viel mehr
Bodo Ramelow: Region um die Saaletalsperren als umfassendes Tourismusgebiet entwickeln
Mit einem Osterspaziergang fing es an, inzwischen war Bodo Ramelow schon oft am Thüringer Meer, der Region um die Hohenwarte- und die Bleilochtalsperre, ist hier unzählige Kilometer rund ums Meer gewandert. So entstand beim Fraktionschef der LINKEN im Thüringer Landtag die Idee eines Zweckverbandes, „denn bei einer Bündelung der Kräfte wäre es schon mit relativ einfachen Mitteln möglich, etwas voranzubringen“.
Zusammengefasst geht es ihm darum, dass die Tourismusvermarktung zusammengelegt wird, dass die Region um den Bereich der Saaletalsperren – inklusive der Plothener Teiche – als zusammenhängendes Tourismusgebiet entwickelt und vermarktet wird.
Dabei sollte sich die Ferien-Destination „Thüringer Meer“ orientieren an Regionen, wie dem Altmühltal oder dem Lahnwandergebiet, und übergreifend kooperieren wie am Bodensee. „Familienfreundlichkeit, Barrierefreiheit, Wandern, Wasser- und Radwandern, Kurzurlaube sowie Ferien-Familienfreizeiten, aber auch Wasser- und Angelurlaub stehen im Vordergrund. Alles, was Lärm verursacht oder verbreitet, sollte möglichst nicht gefördert oder gar ausgebaut werden. Regionale Kreisläufe sollen gestärkt und eine naturnahe Nutzung soll im Zentrum stehen. Dazu zählen auch Heimische Küche und Regionale Produkte“, heißt es in dem Papier, über das auch in der Ostthüringer Zeitung schon ausführlich berichtet wurde. Keine Intensivierung oder höherer Flächenverbrauch sollen das Ziel sein, sondern die optimalere Nutzung vorhandener Strukturen mit besserer Verzahnung müsse im Mittelpunkt der Aktivitäten eines künftigen Zweckverbandes „Thüringer Meer“ stehen. Bodo Ramelow geht es aber auch darum, die Energiegewinnung und -darstellung rund um das Thema Wind und Wasserkraft mit einzubinden und über eine verbindliche Zusammenarbeit mit Vattenfall Möglichkeiten zum wechselseitigen Nutzen zu erschließen. „Gegebenenfalls sollten auch Entwicklungsarbeiten zur Optimierung und Gewinnung regenerativer Energien als Einnahmemöglichkeiten genutzt und Staumauer, Pumpspeicherwerk, Staustufen, Wassertunnel, Energiemuseum mit als Aktivierungspotential einbezogen werden. Ein zentrales Ziel wäre der Erwerb des Eigentums an den Wasserkraftwerken.“
Vor allem aber sollte ein einheitliches Fremdenverkehrsamt das Herzstück des Zweckverbandes sein mit einer gemeinsamen Datenbank, in der alles abrufbar ist, was in der Region vorhanden ist (Wanderwege, Busverbindungen, Service wie Gaststätten, aber auch Schwimmbäder, Museen, Kulturangebote, Ärzte, Apotheken, Taxen, Schiffsverbindungen etc.) Ein „Thüringer Meer Pass“ sollte als Prämiumkarte zur Nutzung vieler Service- und Dienstleistungsangebote entwickelt und als zentrales Serviceangebot implementiert werden. Darin können Vergünstigungen wie Rabatte einbezogen werden. Alle Gasthäuser, Hotels, Ferienwohnungen, Bungalows sollten sich auf einer Internetplattform präsentieren. Die gemeinsame Datenbank des Zweckverbandes sollte den Service entgeltlich dazu anbieten. Dafür denkbar wären eine Internetzeitung, ein Videokanal bzw. ein Thüringer-Meer-Portal als interaktives Angebot. Lokale TV-Stationen und kostenlose Werbezeitungen sollten mit einbezogen werden, und gegebenenfalls könnte ein Gemeinschaftsverlag gegründet werden. Der ländliche Raum muss aber auch überprüft werden auf ärztliche Versorgung, Pflegestationen, Landambulatorien.
Wenn am „Thüringer Meer“ Senioren-, Familien- und Behinderten-Tourismus entwickelt werden soll, muss das Notwendige für die Bevölkerung mit dem Nützlichen für die Gäste verbunden werden. Das reicht von der ärztlichen Versorgung (Landambulatorien) über den Dorfladen bis zum Servicestützpunkt.
Das gesamte Papier im Internet: http://www.bodo-ramelow.de/nc/tagebuch/post/2013/08/31/das-thueringer-kann-noch-meer/
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- PR19-s08
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