Nr. 18/2016, Seite 9: Wofür die Jugendpolitik von Rot-Rot-Grün steht
Großer Andrang zur Fachtagung der Koalitionsfraktionen „Fokus Jugendpolitik“
Am 8. September öffnete der Landtag seine Pforten für eine gemeinsame Veranstaltung der Koalitionsfraktionen, die sich unter dem Titel „Fokus Jugendpolitik“ den Bedürfnissen und Belangen junger Menschen zuwandte. Trotz der bereits hohen Anmeldequote im Vorhinein musste die Zahl der Gäste am Tage der Veranstaltung sogar noch nach oben korrigiert werden. So kamen etliche Besucher spontan hinzu, eine ganze Menge Jugendlicher und junger Erwachsener, die die Räume des Landtags mit Meinungen und Ideen fluteten.
Neben den Vertreterinnen und Vertretern aus Jugendverbänden und Jugendhilfeausschüssen waren Verantwortliche aus den Thüringer Ministerien und Vertreter der politischen Parteien und ihrer Jugendverbände zu erleben. Besonders engagiert beteiligten sich auch die Landesschülervertretung sowie gewerkschaftliche Jugend-Vertreter an den Workshops und der abschließenden Podiumsdiskussion der Fachtagung.
Eingeleitet wurde das abwechslungsreiche Programm durch ein Grußwort der Bildungsministerin Dr. Birgit Klaubert, für die Fraktionen von Rot-Rot-Grün sprach zunächst Astrid Rothe-Beinlich von den Grünen. Anschließend moderierte Landesjugendring-Geschäftsführer Björn Uhrig ein Speed-Podium, mit den drei Koalitionsvertreterinnen Susanne Hennig-Wellsow (LINKE-Fraktion), Diana Lehmann (SPD-Fraktion) und Astrid Rothe-Beinlich (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen). Überschrift; Wofür steht die Jugendpolitik von r2g (Rot-Rot-Grün) in Thüringen?
Erfrischend offen wurden die Fragen gestellt und kamen die Antworten zu den Kerninhalten rot-rot-grüner Jugendpolitik: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen voranbringen, die Angebote der Jugendarbeit verstetigen und ausbauen, die Integration der hinzugekommenen Kinder und Jugendlichen noch besser bewerkstelligen. Und natürlich das Azubi-Ticket umsetzen. Nach dieser schnellen Gesprächsrunde skizzierte Prof. Werner Lindner von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena die Anforderungen an eine eigenständige Jugendpolitik aus wissenschaftlicher Sicht.
Fazit seines Vortrags: nicht auf viele Bekundungen kommt es an, sondern auf die tatsächlich erlebbare Mitbestimmung im Alltag, und hierfür gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten. Die vier angebotenen Workshops setzten sich mit dem Übergang von der Schule in die Ausbildung, mit den aktuellen Aufgaben der Jugend- und Jugendverbandsarbeit, mit der Umsetzung der Beteiligung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen sowie der Gestaltung kultureller Vielfalt auseinander.
Die von Diana Lehmann moderierte Abschlussdiskussion rundete die Veranstaltung ab und brachte die zentralen Forderungen, Wünsche und Fragestellungen aus den Workshops noch einmal zusammen.
Fazit: eine von großer Offenheit und Engagement getragene Tagung, die eine lange erwartete gemeinsame Gesprächsebene schuf und in den Workshops zu konkreten Ergebnissen führte, die sowohl in der weiteren politische Arbeit der Koalition als auch bei den Akteuren in Jugendverbänden und Verwaltungen aufgegriffen werden.
Ein Stück demokratische Kultur, die weiterbringt.
Enrico Neumann/Steffen Kachel
Dateien
- PR17-Seite09
PDF-Datei (124 KB)
