Nr. 17/2017, Seite 10: Für Bühne und Streetwork

Parlamentsreport

Dass in diesem Jahr ein Rekorderlös beim Fraktionscafè zum Landtag der offenen Tür erzielt werden konnte, ist auch deshalb sehr erfreulich, weil die immerhin 500 Euro der sehr engagierten Freien Bühne Jena e.V. zugute kommen. Susanne Hennig-Wellsow, die Fraktionsvorsitzende, und der Jenaer Landtagsabgeordnete Torsten Wolf übergaben die Spende an Tillmann Lützner.

Die Theaterenthusiasten hatten im Frühjahr an den Verein der Abgeordneten der Linksfraktion einen Antrag auf Förderung ihres Projekts  KURZ.Theaterspektakel gestellt. Bereits seit dem Jahr 2008 veranstaltet die Freie Bühne dieses bemerkenswerte Theaterfestival. In diesem Jahr hatten sie an vier Sommertagen den seit zehn Jahren stillgelegten SCHOTT-Platz im Jenaer Forst in eine schrille Theaterwelt verwandelt. 16 freie Theatergruppen und Künstler aus ganz Deutschland waren der Einladung gefolgt, am Waldesrand und auf der Wiese, im Zirkuszelt und unter der Orchestermuschel Stücke von maximal 25 Minuten Länge zu präsentieren. Selbstverständlich erforderte die Vorbereitung und Durchführung des Festivals einen hohen logistischen Aufwand, jede Menge ehrenamtliches Engagement und viel Geld. Da ist es gut, dass die Linksfraktion ein wenig zutun konnte.

Die Landtagsabgeordnete Kati Engel hatte kürzlich gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Sigrid Hupach einen Scheck des Alternative 54 e.V Judith Vockrodt-Reich vom Jugendprojekt Boje in Mühlhausen übergeben. Die BOJE steht unter Federführung des Evangelischen Kirchenkreises. Das Kinder- und Jugendzentrum besteht aus verschiedenen Bereichen, die z.T. ineinandergreifen oder gezielt durch Netzwerkarbeit miteinander verbunden werden, wie der offene Bereich „Kaffeebohne“, Projektarbeit, Streetwork, aber auch Beratung bei Problemlagen.

Der offene Bereich bietet Kindern und Jugendlichen im Einzugsbereich des „Bahnhofsviertels“, der in Mühlhausen als Brennpunktviertel gilt, eine Anlaufstelle. Im Vordergrund stehen dabei sowohl Partizipation, Stärkung und Integration als auch Gewaltprävention und der Aufbau einer tragfähigen, vertrauensvollen Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen. Highlights sind die Kinderferientage (Kifeta) in den Sommer-, Herbst- und Winterferien, die auch Kindern aus sozial benachteiligten Familien echte Ferienerlebnisse bieten. So veranstaltete die Boje in den Sommerferien eine Radtour mit 30 Kindern und Jugendlichen rund um den Balaton, zu deren Finanzierung auch das Geld der Alternative 54 e. V. eingesetzt wurde.                     

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