Nr. 17/2016, Seite 10: Durch den Kyffhäuserkreis

Parlamentsreport

Dr. Iris Martin-Gehl auf Sommertour in Heldrungen, Roßleben und Bad Frankenhausen

Auch in diesem Jahr bereiste Dr. Iris Martin-Gehl (MdL) während ihrer Sommertour den Kyffhäuserkreis. Ziel war es, Orte, Einrichtungen und Vereine zu besuchen und die Gegebenheiten vor Ort kennenzulernen. Die Abgeordnete nutzte die Möglichkeit, bestimmte Themen, Fragen oder Probleme in die Bearbeitung im Landtag zu nehmen und bei deren Lösung zu helfen. Im Folgenden Auszüge aus dem Tourtagebuch:

In Heldrungen besuchte die Abgeordnete den Evangelischen Kindergarten, der umfassend modernisiert und erweitert wurde. Derzeit können bis zu 48 Kinder betreut werden. Die Einrichtung besticht durch ihren weitläufigen und naturnahen Außenbereich. Hier haben die Kinder inmitten von Obstbäumen und direkt neben dem Graben der Heldrunger Wasserburg nicht nur die Möglichkeit, sich auszutoben, sondern auch spielerisch viel über die Tier- und Pflanzenwelt zu erfahren.

Bei den Keglern des SV Viktoria Heldrungen pflastern die Sportfreunde gerade den Eingangsbereich. Im Haus jedoch liegt die eigentliche Herausforderung. Der Anlauf der Kegelbahn samt Unterbau ist kaputt, Feuchtigkeit hebt das Holz. Der Verein kann keinen ordentlichen Wettkampfbetrieb mehr garantieren. Eine Instandsetzung kostet mindestens 6.500 Euro, die der Verein nur schwer aufbringen kann. Iris Martin-Gehl schlug vor, zumindest einen Förderantrag an die Alternative 54 e.V. zu stellen und übergab selbst eine erste kleine Anschubfinanzierung.

In Roßleben hatte der Kreisjugendring in das Mehrgenerationenhaus eingeladen und stellte Pläne für die räumliche Erweiterung vor. Die offene Begegnungsstätte, die derzeit im Gebäude einer alten Schulspeisung untergebracht ist, stellt zahlreiche Spiel-, Sport-, Musik- und Kreativangebote für Kinder und Jugendliche bereit, es gibt u.a. einen Handarbeitszirkel und eine Theatergruppe für Frauen und Familien. Ideal wäre es, wenn das Mehrgenerationenhaus in das gegenüberliegende ehemalige Schulgebäude einziehen könnte, hier wäre genügend Platz. Allerdings sind bisher „nur“ die ersten Arbeiten über Förder- und Eigenmittel abgedeckt. Dennoch nimmt der Kreisjugendring das Projekt in Angriff und hofft auf weitere Finanzierungsmöglichkeiten. Die Wahlkreisabgeordnete will im Sozialministerium für das Vorhaben des Mehrgenerationenhauses werben. Es könnte alle Angebote im Jugend-, Sozial- und Familienbereich unter einem Dach bündeln und sich damit zu einem Vorzeigeprojekt im Kyffhäuserkreis entwickeln.

Neben der Kindertagesstätte Wippergärtchen und dem „Schiefen Turm“ besuchte Iris Martin-Gehl auch den Solewasser-Vitalpark in Bad Frankenhausen. Das Wasser des 1.400 Quadratmeter großen Therapiebeckens enthält einen Sole-Anteil von 3,5 Prozent. Da es über eine hauseigene Solaranlage auf 24 Grad Celsius beheizt wird, ist es auch an kühleren Tagen sehr angenehm. Es wird zudem vollbiologisch gereinigt, was einen geringen aber gewollten Algenbewuchs im Becken zur Folge hat. Viele Wirkungsweisen der deutschlandweit einmaligen vollbiologischen Solewasseranlage sind bisher noch nicht vollständig bekannt. Die Mitarbeiter des Vitalparks lernen jeden Tag Neues hinzu. Derzeit wird z.B. erprobt, welche Pflanzen in der biologischen Reinigungsanlage am besten zurechtkommen. Um das Therapiebecken laden Stationen mit modernsten Fitnessgeräten, Spielmöglichkeiten und Therapieeinrichtungen, wie einem kleinen Gradierwerk oder einem Kneippbecken, zu Aktivitäten ein.

Zum Abschluss ihres Besuches in Bad Frankenhausen besichtigte die Landtagsabgeordnete zusammen mit Bürgermeister Matthias Strejc das Panorama Museum. Museumsdirektor Gerd Lindner erklärte die Entstehungsgeschichte des 1987 vollendeten Monumentalbildes von Werner Tübke. Der Besuch des Museums sowie die Teilnahme an einer der stündlichen Führungen ins Rund des 123 m langen und 14 m hohen Bauernkriegspanoramas sind nur zu empfehlen. Wegen seiner unerschöpflichen Interpretationsmöglichkeiten und Darstellungskraft wird es nicht zu unrecht auch die „Sixtina des Nordens“ genannt.

Beim persönlichen Gespräch mit dem Museumsdirektor stellte sich heraus, dass der Trägerverein Schwierigkeiten beim Bau eines neuen Parkplatzes hat. Der alte kommt für den Neubau nicht in Frage. Er befindet sich auf privatem Boden und ist ein gutes Stück vom Museumseingang entfernt. Hier sind dringend Fragen zu den Besitzverhältnissen und zum Rückbau der Parkplatzanlage zu klären. Iris Martin-Gehl will dazu Kontakt aufnehmen mit dem zuständigen Ministerium und auf eine Lösung des Problems zu drängen.

Falko Neubert

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