Nr. 15/2017, Seite 7: Zehntausende erlebten vielseitiges Wanderland
Erfolgreicher 117. Deutscher Wandertag bestätigte bereits die neue Tourismusstrategie
Die neue „Tourismusstrategie Thüringen 2025“ fokussiert vor allem auf die vier Themen Marketing, wirtschaftliche Situation der Betriebe, Organisationsstrukturen und Digitalisierung, sagte Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee am 1. August bei der Vorstellung des Papiers in der Erfurter Staatskanzlei.
So wolle man im Bereich der Digitalisierung dafür sorgen, dass auch kleinere touristische Anbieter Zugang zu den großen Buchungsplattformen bekommen. „Dafür müssen wir bei uns in Thüringen Ordnung im Datendschungel schaffen – also wegkommen von vielen kleinen, unkoordinierten Einzelaktivitäten hin zu einer gemeinsamen Contentdatenbank, in der alle Inhalte nach einer vorgegebenen Struktur erfasst und vor allem miteinander verknüpft sind“, so der Minister.
„Mit der Tourismusstrategie 2025 öffnen wir uns für eine neue Art der Erzählung, um noch besser die Alleinstellungsmerkmale unseres Landes herauszustellen“, sagte Knut Korschewsky, tourismuspolitischer Sprecher der Linksfraktion. Wartburg, Rennsteig, Weimar und zunehmend auch Erfurt „sind schon heute unsere nationalen und internationalen Markenkerne, die zugleich symbolisch für unsere unglaubliche Dichte an Kultur, Natur und Geschichte in der Mitte Deutschlands stehen. Es ist richtig, unser Marketing von diesen anerkannten und bekannten Orten her zu denken, um damit das Gesamtpaket Thüringen in all seinen Facetten interessant auszugestalten“.
Der Abgeordnete wies zugleich das Gerücht zurück, dass angeblich nur noch diese vier touristischen Orte vermarktet würden: „Nicht zuletzt mit unserer kürzlich vorgelegten Wanderwegekonzeption und mit dem erfolgreichen 117. Deutschen Wandertag in Eisenach bestätigt sich bereits die Richtigkeit der neuen Strategie. Zehntausende Wanderinnen und Wanderer haben ein gastfreundliches und vielseitiges Wanderland Thüringen kennengelernt und werden diese Erfahrung als Botschafter weitertragen.“
Viele hätten angekündigt, Thüringen auch in Zukunft wieder zu besuchen und somit weitere Orte und Wanderstrecken zu erkunden. „Damit wird, ausgehend von den Markenkernen, die touristische Wertschöpfung in alle Regionen getragen und die Gesamtentwicklung gestärkt. Ein Effekt, der so ohne das erste Kennenlernen während des Deutschen Wandertages wohl kaum zu erwarten gewesen wäre.“
Der Tourismuspolitiker sieht zudem auch die deutlichen Zuwächse im Thüringen-Tourismus in diesem Frühjahr als Indiz, dass Konzepte wie „Zukunft Thüringer Wald“, die ebenfalls in diese Richtung weisen, erste Wirkung entfalten. Knut Korschewsky betonte erneut die Notwendigkeit eines verstärkten Miteinanders im Tourismus und die Qualitätsentwicklung, wie sie auch durch die Tourismusstrategie vorangebracht werden soll. „Wir sollten nun ausgehend von unseren Stärken die Herausforderungen gemeinsam angehen statt wieder in das regionale Klein-Klein zurückzufallen. Alle Tourismusregionen haben tolle Aushängeschilder, hervorragende Leitbetriebe und wir müssen über die Grenzen der Tourismusregionen hinausdenken. Nur wenn wir gemeinsam an Fragen, wie Qualitäts- und Serviceentwicklung, touristische Infrastruktur und Tourismusfinanzierung arbeiten, kann am Ende ein Mehrwert für Touristen und Touristiker überall im Freistaat stehen. Die neue Tourismusstrategie kann hierzu ein wichtiger Wegweiser sein.“
„Tourismusstrategie Thüringen 2025“ im Netz unter: http://apps.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1720.pdf
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