Nr. 15/2017, Seite 10: Kunstgenuss mit russischen Künstlern
Der Weimarer Verein Museion rückt Teil des europäischen Kulturerbes ins Bewusstsein
In diesem Jahr 2017 ist das hundertjährige Jubiläum der Oktoberrevolution. Dies ist Grund genug in Weimar, kulturpolitisch während des Kunstfestes aktiv zu werden, aber auch für den Verein Museion e.V., welcher sich das Ziel gesetzt hat, mit seinen Initiativen die kulturellen Verbindungen mit dem Ausland zu erweitern und inhaltlich auszubauen.
Hauptanliegen des Vereins ist es, die vielfältigen Formen ausländischer Kunst als Teil des europäischen Kulturerbes noch stärker ins Bewusstsein der hiesigen Öffentlichkeit zu rücken und insgesamt den kulturellen Austausch zu verstärken.
Im Jubiläumsjahr präsentiert Museion e.V. Kunstgenuss mit russischen Künstlern. „Bewegung der Elemente“ ist das Thema einer Ausstellung mit Emaille-Bildern von Michail Selischev, Moskau-Rostow Welikij. Sie ist bis 31. August im Bienenmuseum Weimar zu besichtigen. Dem Schaffen des Malers sind die Neuerung und das Experiment eigen. Die Kombination verschiedener Materialien, wie Glas, Holz, Emaille, Stein, Stricke usw., macht seine Werke besonders ausdrucksvoll. „Cirylligue“, russische geistliche Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, erklang im schönen Saal des Forums Seebach-Stift Weimar am 31. Juli. Die Solistengruppe Cyrillique wurde 2004 von Alexander Mintschenko gegründet. Es ist ein Sextett, das sich aus Opernsängern, Absolventen des Staatlichen Konservatoriums Sankt Petersburg, zusammensetzt. Sie präsentierten die besten Werke der russischen geistlichen Musik, Romanzen und Volkslieder in Russisch. Die lauschenden Gäste, welche zum großen Teil selbst ihr ganzes Leben in den Dienst von Kunst und Kultur gestellt haben, waren begeistert und forderten Zugaben. Eine Seniorin dankte den Künstlern mit bewegenden Worten für dieses hervorragende Konzert und sagte: „Das Konzert der russischen Künstler zeigt, wir Menschen wollen in Frieden leben. Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende.“
Die Alternative 54 e.V. der Landtagsabgeordneten der Linksfraktion fand dieses Projekt unterstützungswürdig und somit konnte ich als ehemalige Abgeordnete und Mitglied des Vereins die 3241. Zuwendung an Tamara Jeliaskova vom Museion e.V. übergeben.
Heidrun Sedlacik, Weimar
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