Nr. 14/2015, Seite 8: Solidarische Gemeinschaftsarbeit fördern
Internationaler Genossenschaftstag: Hilfe zur Selbsthilfe gemeinsam organisieren
Am 4. Juli fand der Internationale Genossenschaftstag statt. Aus diesem Anlass hatte die arbeitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Ina Leukefeld, die Bedeutung der Genossenschaften für zukünftige gemeinschaftliche Arbeitsformen hervorgehoben:
„Der von den Vereinten Nationen 1992 ins Leben gerufene Internationale Tag der Genossenschaften findet alljährlich am ersten Samstag im Juli statt. Er soll dazu beitragen, den Genossenschaftsgedanken stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. Genossenschaften verkörpern alternative, solidarische Wirtschaftsformen und tragen dazu bei, Hilfe zur Selbsthilfe gemeinsam zu organisieren. Unsere Fraktion setzt sich seit Langem für ihre Stärkung in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ein.“
Eine Reihe von Veranstaltungen und parlamentarischen Initiativen sind von der Linksfraktion im Landtag ausgegangen und werden auch künftig auf der Tagesordnung stehen. Zudem haben im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag Belange von Genossenschaften z.B. insofern Eingang gefunden, dass „Genossenschaften und andere Formen des solidarischen Wirtschaftens stärker an öffentlichen Förderprogrammen partizipieren sollten“.
Gründerwoche im Herbst
Kürzlich haben ein Erfahrungsaustausch zwischen Fraktionsmitgliedern und Vertretern des Bundesvereins zur Förderung des Genossenschaftsgedankens e.V. im Thüringer Landtag sowie ein Gespräch mit Dr. Klaus Sühl, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, wichtige Impulse gegeben.
Auch ein gemeinsamer Besuch im Thüringer Zentrum für Existenzgründer und Unternehmertum ( ThEX) sei für einen Meinungsaustausch darüber genutzt worden, wie die Beratung und Begleitung von Gründern auch unter dem Aspekt „Gründen in Gruppen“ in verschiedenen Bereichen ermöglicht und verstetigt werden kann. Erfahrungen zeigten, dass das Gründen von Genossenschaften nicht selten langwierige Überzeugungsarbeit erfordere, weil die Vorteile dieser Wirtschafts- und Rechtsform noch zu wenig bekannt seien.
„Auch deshalb haben wir die Einladung der ThEX-Vertreter gern angenommen, eine ‘Gründerwoche’ im Herbst dieses Jahres mitgestalten zu können. Denn wir sind davon überzeugt, dass auch in Zukunft gemeinschaftliche Arbeitsformen dazu beitragen, die großen Herausforderungen eines sozial-ökologischen Umbaus im Interesse der Thüringer Bevölkerung zu meistern“, betonte Ina Leukefeld.
Der Schwerpunkt des Internationalen Genossenschaftstages lag in diesem Jahr auf dem Thema „Genossenschaften wählen, heißt Gleichheit wählen“. „Gleichheit und Fairness“ bedeuten konkret: gleiches Wahlrecht für alle Mitglieder, den Zugang zu allen Produkten und Dienstleistungen der Kooperative sowie gerechte Verteilung der Gewinne.
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- PR14 S08
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