Nr. 14/2015, Seite 7: Die Farbenvielfalt mit Rot-Rot-Grün eingeführt
Ministerpräsident Bodo Ramelow beim Jahresempfang der Linksfraktion im Landtag
Viele Gäste aus der Thüringer Politik und Gesellschaft – unter ihnen zahlreiche Mitglieder der rot-rot-grünen Landesregierung sowie in Volksvertretungen, Organisationen, Vereinen und Initiativen engagierte Thüringerinnen und Thüringer - konnte Fraktionsvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow zum Jahresempfang der Fraktion DIE LINKE am 3. Juli im Innenhof des Thüringer Landtags begrüßen.
Sicherlich wären an diesem Nachmittag noch mehr Thüringerinnen und Thüringer der Einladung der Linksfraktion gefolgt, aber die Hitze dieser Sommertage war doch sehr groß und so nahm mancher den Weg nach Erfurt letztendlich nicht auf sich. Die gekommen waren, nutzten die gute Gelegenheit, unter den Sonnenschirmen manch interessantes Gespräch zu führen.
Nach der Begrüßung ergriff Ministerpräsident Bodo Ramelow das Wort. Er erinnerte in seiner engagierten Rede an den langen und schwierigen Weg hin zur ersten Landesregierung von LINKE, SPD und Grünen in der Bundesrepublik, die nicht wenige gern zum Scheitern verurteilt gesehen hätten, die aber statt des Streitigem das Gemeinsame voranstellt und die Herausforderungen für das Land annimmt.
Dazu gehörten die Entwicklung einer Willkommenskultur und eine humane Flüchtlingspolitik, die zugleich die Ängste der Menschen ernst nimmt und abbaut, die Weltoffenheit als eine zentrale Frage betrachtet. Bodo Ramelow betonte auch mit Verweis auf eine immer älter werdende Bevölkerung in Thüringen, dass das Land in den nächsten Jahren eine massive Zuwanderung brauche. Dazu gehöre, „aus Flüchtlingen Neubürger zu machen“, dies „ist unser Auftrag“. Zugleich stünden für Rot-Rot-Grün die Aufgabe der Daseinsvorsorge – hier mahnte der Ministerpräsident auch für die Zukunft den unverzichtbaren solidarischen Länderfinanzausgleich an – und die soziale Entwicklung im Land ebenso im Mittelpunkt wie der Ausbau von Demokratie und Mitbestimmung. Gerade auf kommunaler Ebene sei die direkte Demokratie angesichts der anstehenden notwendigen Strukturveränderungen in Thüringen von zentraler Bedeutung.
Bodo Ramelow betonte abschließend: „Wir haben die Farbenvielfalt eingeführt, wir leben Rot-Rot-Grün.“ Denn „bunte Vielfalt ist besser als schwarze Einfalt“.
A. Rudolph
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