Nr. 1/2018, Seite 3: Linke: An der Seite der Streikenden

Parlamentsreport

DIE LINKE unterstützt Forderungen der IG Metall in der aktuellen Tarifauseinandersetzung

Bundesweit werden derzeit in der Metallindustrie Warnstreiks geführt – auch in Thüringer Betrieben. Die IG Metall fordert ein Lohnplus von 6 Prozent und einen Rechtsanspruch für die Beschäftigten auf eine verkürzte Vollzeitarbeit in Höhe von 28 Stunden.

Das sind richtige Forderungen, meint der gewerkschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Rainer Kräuter. Er nahm am Mittwoch, den 11. Januar 2017, stellvertretend für seine Fraktion am Warnstreik der Beschäftigten des Daimler-Motorenwerks MDC Power in Kölleda teil. Der Gewerkschaftspolitiker sagte am Rande der Versammlung vor dem Werkstor: „Die Auftragsbücher sind voll, die Gewinne steigen. Die Arbeitgeber aber verweigern es, sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Das bisherige Angebot der Arbeitgeber einer Lohnsteigerung um 2 Prozent ist kein wirkliches Angebot, sondern eine Provokation. Ich hoffe, dass die Beschäftigen mit den Warnstreiks und nötigenfalls auch mit Streiks ihren Forderungen erfolgreich Nachdruck verleihen werden. Im Übrigen ist es ein gutes Signal, dass die größte DGB-Einzelgewerkschaft auch progressive Forderungen wie eine verringerte Vollzeitarbeitszeit ins Gespräch bringt. Damit setzt sich die Gewerkschaft nicht nur für die Interessen der Beschäftigten ein, sondern stellt sich gleichzeitig den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft.“

Arbeitgebern Druck machen

Auch DIE LINKE im Bundestag stellt sich hinter die Forderungen. Der Abgeordnete und Vorsitzende der Partei DIE LINKE, Bernd Riexinger, sagte zu dem Arbeitskampf: „Ich begrüße es sehr, wenn Deutschlands größte Einzelgewerkschaft den Arbeitgebern Druck macht und sich neben einer überfälligen Lohnerhöhung auch für Arbeitszeitmodelle einsetzt, die es den Beschäftigten ermöglichen, Leben und Arbeit in Einklang zu bringen. Mit der Forderung nach einer befristeten Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden setzt sich die IG Metall nicht nur für die Interessen der Beschäftigten ein, die sich das wegen Schichtarbeit, Pflege oder Erziehung wünschen, sondern stellt sich gleichzeitig den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Im 21. Jahrhundert brauchen wir eine flexiblere und kürzere Normalarbeitszeit, eine kurze Vollzeit, die um die 30-Stunden-Woche kreist.“

Auch die Abgeordneten der Linksfraktion im Thüringer Landtag werden weiterhin für die Rechte der Beschäftigten und die Interessen der Belegschaften streiten und gemeinsam mit ihnen und den Gewerkschaften für faire und neue Ideen in der Arbeitswelt streiten.                                               

Dateien