Nr. 12/2016, Seite 7: Thüringen-Tourismus und „WanderKultur“

Parlamentsreport

Ideen und Strategien auf der 3. Landestourismuskonferenz der Linksfraktion diskutiert

Wie es gelingen kann, im Thüringen-Tourismus eine bessere Verzahnung der Destinationen und Tourismussegmente zu organisieren, wurde am 31. Mai auf der 3. Landestourismuskonferenz der LINKE-Landtagsfraktion im Bürgerzentrum „Bertha von Suttner“ in Sömmerda diskutiert.

Der Einladung unter dem Motto „WanderKultur“ gefolgt waren u.a. Kerstin Kassner, tourismuspolitische Sprecherin der LINKEN im Bundestag, Georg Maier, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG), Petra Enders, Landrätin des Ilm-Kreises, die Bürgermeister der Städte Sömmerda und Oberhof, Ralf Hauboldt und Thomas Schulz, die Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), Bärbel Grönegres, Rolf Beilschmidt, Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Thüringen, Ulrike Köppel, Vorsitzende des „Städtetourismus in Thüringen“ e.V., Dagmar Köllner vom Regionalverbund Thüringer Wald e.V. und weitere Beitragende und Gäste wie die Leiterin der Kulturagentur des Kulturnetzwerkes Ostfriesland, Katrin Rodian, Alexander Mayrhofer (TTG) und Hagen Melzer von der Tourismus Plan B GmbH.

Nach den Grußworten von Bürgermeister Ralf Hauboldt und Staatssekretär Georg Maier stellte Alexander Mayrhofer das Tourismusnetzwerk Thüringen vor, eine Internetplattform als Projekt von Politik, Vereinen, Kammern, touristischen Verbänden und Institutionen (thueringen.tourismusnetzwerk.info), die im Thüringer Tourismus eine gemeinsame Basis zum Informations- und Erfahrungsaustausch bieten soll. Im Input-Referat zur ersten Podiumsdiskussion „Wie weiter mit dem Thüringer Wald?“ sprach Petra Enders zum maßgeblich von ihr mit initiierten Rennsteigticket und Georg Maier erläuterte die Schwerpunkte des „Zukunftskonzeptes Thüringer Wald“. Petra Enders wies darauf hin, dass die endgültige Rechtssicherheit für das Erfolgsprojekt „Rennsteigticket“ und adäquater Projekte in anderen Thüringer Regionen durch eine Konkretisierung der rechtlichen Bestimmungen zur Verwendung der Kurabgaben für den Öffentlichen Personennahverkehr erfolgen muss. Dass die Landesregierung zukünftig die ganzheitliche Entwicklung des Thüringer Waldes verstärkt in den Blick nehmen wird, unter besonderer Beachtung des Aushängeschildes Oberhof betonte Georg Maier. Zum Thema der besseren Verzahnung von ländlichen und städtischen Räumen im Tourismus stellte Hagen Melzer zahlreiche Lösungsansätze und Beispiele aus dem gesamten Bundesgebiet vor. Katrin Rodrian machte sehr anschaulich, wie es gelingen kann, stereotype Sichtweisen auf eine Region einerseits für die Tourismusvermarktung zu nutzen, sie aber gleichzeitig aufzulösen. Beide Referate sowie der Videobeitrag des Kultur- und Tourismusvereins Bad Feilnbach zum „Kulinarischen Kino im Bayrischen Wirtshaus“ waren Ausgangspunkt für die zweite Podiumsdiskussion.

Die Ergebnisse der Veranstaltung sind vielfältig: zahlreiche Ideen und die Überzeugung, dass  insbesondere die Qualität der touristischen Angebote aber auch der mit ihnen verbunden Dienstleistungen in Hotellerie und Gastronomie besonderer Beachtung bedürfen. Wichtig auch, dass zur Sicherung des Fachkräftebedarfs sich die gesamte Branche nach der Devise Guter Lohn für Gute Arbeit ausrichten muss. Als Fazit gilt die alte Weisheit: Nur gemeinsam sind wir stark!

Eine ausführliche Dokumentation der 3. Landestourismuskonferenz wird in Kürze auf der Fraktionshomepage veröffentlicht.

Dateien