Nr. 12/2013, Seite 7: Bunt lebt es sich besser - Gemeinsamkeit bereichert

Parlamentsreport

Projekttag „Vierfarbenland - Inklusion leben“ mit Musical-Gastspiel Suhler Schüler


Viele kleine und auch größere Gäste waren am 4. Juni in die Lobby des Thüringer Landtags nach Erfurt gekommen, um auf Einladung der Fraktion DIE LINKE das Musical „Vierfarbenland“ der Dombergschule Suhl zu erleben und an einem ganz besonderen Projekttag teilzunehmen.

„Bunt lebt es sich besser – Gemeinsamkeit bereichert“: Die Botschaft des Musicals wurde von den behinderten Mädchen und Jungen, beteiligt waren auch einigen Gymnasiasten des Suhler Herder-Gymnasiums, beeindruckend auf die Bühne gebracht. Die Suhler Abgeordnete der Linksfraktion, Ina Leukefeld, kennt das Stück und die hervorragende Arbeit der Schule aus ihrem Wahlkreis gut und hatte die Anregung für das erste auswärtige Gastspiel - die ganze Dombergschule mit ihren Schülern und Pädagogen ist an der Aufführung beteiligt - gegeben.

Die Mädchen und Jungen, die ihre Aufregung bewundernswert überspielten, gingen konzentriert zur Sache, zeigten vielfältige Talente und engagierten Einsatz. Gebannt verfolgten auch die jüngsten Zuschauer die heiter-anrührenden Geschichten aus dem Vierfarbenland, in dem die Kinder schließlich lernen, dass nicht nur ihre eigene Farbe wichtig ist, sondern dass alle Farben schön sind, denn: „Bunt lebt es sich besser!“

So konnte man Inklusion ganz praktisch und anschaulich erleben, ebenso wie beim anschließenden Workshop mit einem Theaterpädagogen, der den Schülerinnen und Schülern aus Suhl, Neudietendorf, Erfurt und Bruchstedt ganz offensichtlich viel Spaß gemacht hat. Im Anschluss an die gelungene Theateraufführung des „Vierfarbenlandes“ der Schülerinnen und Schüler der Dombergschule Suhl (G-Schule) unter Beteiligung von Gymnasiasten des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums Suhl tauschten Lehrerinnen, Landeselternsprecher von Förderschulen, einige Eltern von Kindern mit Behinderung, Sozialarbeiter und die Landtagsabgeordneten Ina Leukefeld, Maik Nothnagel, Karola Stange (DIE LINKE) und Astrid Rothe-Beinlich (B90/DIE Grünen) Erfahrungen aus dem Gemeinsamen Unterricht aus.  Die Forderung der LINKE Fraktion im Thüringer Landtag, die notwendigen Rahmenbedingungen für eine inklusive Bildung in Thüringen zu schaffen, haben sich durch die Erfahrungsberichte der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis bestätigt. Dabei ist vor allem die Frage wichtig, wie und wo das einzelne Kind optimal gefördert werden kann und wie es sich dabei fühlt. Vor allem die Überwindung der „Barrieren in den Köpfen“ und das Umdenken, dass die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonvention Menschenrechte sind, sind weiterhin für die Politiker bedeutend. Die LINKE Landtagsfraktion wird auch künftig bei den Themen Inklusive Bildung und Gemeinsamer Unterricht in Thüringen in der Diskussion bleiben. Wir bedanken uns für die Teilnahme und das lebhafte Mitdiskutieren.
Auf You-Tube (Linksfraktion THL)  kann ein Video dieses Projekttages angesehen werden.  
       
Cordula Eger

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