Nr. 12/2012, Seite 7: Politik hautnah zum Tag der offenen Tür
Der Tag offenen Tür des Landtages ist immer eine gute Gelegenheit, ganz zwanglos mit vielen Menschen ins Gespräch zu kommen und das Politikangebot vorzustellen. Den gesamten Tag standen abwechselnd verschiedene LINKE-Parlamentarierinnen und Parlamentarier am Infostand der Fraktion für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.
Viele Zuhörer hatte auch das Bühnenprogramm der Linksfraktion mit dem Fraktionsvorsitzenden Bodo Ramelow sowie Wahlsiegerinnen und Wahlsiegern zur Kommunalwahl. Durchs Programm führte Radio-Moderator Sebastian Brennecke. Ihn interessierten das Erfolgskonzept von Michaele Sojka, Petra Enders und Ralf Hauboldt und ihre ersten Amtshandlungen. „Ich setze auf tatsächliche Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei wichtigen Entscheidungen, stehe für Sachpolitik, möchte alle Parteien mitnehmen und viel im Interesse der Menschen bewegen“, fasste Petra Enders unter großem Applaus des Publikums zusammen.
Es wurde deutlich, dass mehr direkte Demokratie ein Schlüsselthema aller LINKEN-Wahlkämpfer gewesen ist. Für die Fraktion fasste Bodo Ramelow zusammen: „Wir haben gemeinsam gekämpft, gemeinsam gesiegt und jetzt werden wir gemeinsam die Herausforderungen meistern.“
Die LINKEN würden weiter Druck machen für eine umfassende Verwaltungsreform in Thüringen und für eine Energiewende, die diesen Namen auch verdient. „Die Energieversorgung muss regional, dezentral und regenerativ erfolgen. Strom muss dort verbraucht werden, wo er entsteht. Damit würde tatsächlich die Energiewende eingeleitet und es könnten zudem viele Arbeitsplätze in den Regionen geschaffen werden“, so Ramelow.
Während des Tages der offenen Tür eröffnete DIE LINKE ihre aktuelle Ausstellung Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V. Präsentiert werden Porträts von Frauen, die sich ehrenamtlich um Personen kümmern, die von Krebserkrankungen betroffen sind. DIE LINKE will damit dem Ehrenamt sprichwörtlich ein Gesicht geben. Die Ausstellung kann noch bis zum 13. Juni auf dem Flur der Fraktion besichtigt werden.
Besucherinnen und Besucher des Landtages, die sich kurzweilig vom Rundgang innerhalb und außerhalb des Landtagsgebäudes erholten und eine kleine Stärkung zu sich nehmen wollten, konnten im Fraktionssitzungsraum bei Kaffee und Kuchen verschnaufen. Für diejenigen, die eine kühle Erfrischung benötigten, wurde politisch korrekt rote Fassbrause ausgeschenkt. Auch dabei bestand die Möglichkeit, mit Vertreterinnen und Vertretern der Landtagsfraktion ins Gespräch zu kommen.
„Das Interesse Tausender Menschen an Politik zum Tag der offenen Tür sollte Aufforderung sein, endlich für mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz politischer Arbeit zu sorgen“, sagte Fraktionsvorsitzender Ramelow mit Blick auf „viel zu viele Entscheidungen und Sitzungen von Parlamentsausschüssen, die hinter geschlossenen Türen stattfinden“.
Diana Glöckner
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