Nr. 10/2014, Seite 6: Kultur muss (mit Plan) gefördert werden - Auf Konferenz in Apfelstädt gemeinsam an einem Thüringer Kulturfördergesetz arbeiten
Zu einer Kulturkonferenz laden die Landtagsfraktion DIE LINKE und das Kommunalpolitische Forum Thüringen e.V. am 19. und 20. Juni ein.
Kultur leistet einen erheblichen Beitrag für uns alle: Sie ist das Fundament einer demokratischen Gesellschaft, fördert Toleranz, schafft Selbstvertrauen und ermöglicht die Kommunikation mit allen Menschen um uns herum.
Dem Rechtfertigungszwang, dem viele kulturelle Projekte und Initiativen unterliegen, muss durch ein öffentliches Bekenntnis seitens der Politik endlich ein Ende bereitet werden. Auch muss gewährleistet sein, dass allen Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht sowie sozialer und kultureller Herkunft die Teilhabe an Kultur ermöglicht werden kann.
Im Zuge der demografischen Veränderungen und der Entwicklung der öffentlichen Kassen brauchen Kulturakteure und Kultureinrichtungen dringend Planungssicherheit. Aus diesem Grund fordert die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag seit vielen Jahren ein Kulturfördergesetz für Thüringen, das Kultur als Pflichtaufgabe festschreibt und Förderinstrumente für alle kulturellen Sparten und Bereiche auf Nachhaltigkeit ausrichten kann. „Ein solches Gesetz kann allerdings nicht am grünen Tisch entstehen. Es bedarf der Mitarbeit der Kulturakteure und auch der Kommunen“, so die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Birgit Klaubert. „Deshalb möchten auf dieser Konferenz am 19. und 20. Juni in Apfelstädt (bei Erfurt) auch mit Kulturschaffenden, Politikerinnen und Politikern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und gemeinsam Anforderungen an ein Kulturfördergesetz für Thüringen erarbeiten.“
Die zweitägige Konferenz bietet dabei viele Möglichkeiten zur Diskussion und Teilhabe und eröffnet verschiedene Blickwinkel. So konnten neben Mitstreiterinnen und Mistreitern aus anderen Bundesländern auch Hilde Rektorscheck, die Begründerin der Kulturloge e.V., und Prof. Max Welch Guerra von der Bauhaus-Universität Weimar gewonnen werden.
In drei thematischen Workshops kann dann aus unterschiedlichen Sichtweisen der Kulturförderung diskutiert werden. So gestaltet das Kommunalpolitische Forum Thüringen e.V. den Workshop „Kultur als Pflichtaufgabe: Fluch oder Segen für die Kommunen?“. Darüber hinaus werden kulturelle Potenziale im ländlichen Raum und auch das Verhältnis von öffentlich geförderten Kultureinrichtungen und der freien Szene diskutiert.
„Richtig gut ist, dass wir auch aus bundespolitischer Sicht diskutieren können“, freut sich Birgit Klaubert. „Mit unserer Bundestagsabgeordneten Sigrid Hupach und der Ständigen Kulturpolitischen Konferenz können wir allen Interessierten einen wirklich breitgefächerten Blick auf die Thematik anbieten.“ Sie hoffe demnach auch „auf wirklich belastbare Arbeitsergebnisse“.
Das Programm der Kulturkonferenz sowie der erforderliche Rückmeldebogen können direkt bei der zuständigen Mitarbeiterin Katja Mitteldorf unter mitteldorf@die-linke-thl.de angefordert werden. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um eine Rückmeldung bis spätestens 4. Juni 2014 gebeten.
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- PR10-s06
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