Nr. 10/2014, Seite 10: Erfolgsgeschichte(n) auf der Spur

Parlamentsreport

Zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Sigrid Hupach (DIE LINKE) hat sich das Ressort Inneres und Kommunales der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag in Heilbad Heiligenstadt auf Informationstour begeben.

Seit über 20 Jahren gibt es nunmehr die Eichsfeldwerke. Begonnen hat es mit dem Verkauf von Kohle, berichtete Geschäftsführer Ulrich Gabel der linken Besuchergruppe. Nunmehr ist man in sechs Bereichen aktiv, hat 325 zumeist aus der Region stammende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und macht einen jährlichen Umsatz von 80 Millionen Euro. Die Holding bildet sich aus den Bereichen Bus, Entsorgung, Wasser, Projekt und Eichsfeldgas.

Die Werke befinden sich zu einhundert Prozent im Besitz des Landeskreises Eichsfeld. Insgesamt werden 80.000 Kundinnen und Kunden in allen Sparten durch den Betrieb betreut. Seit Gründung konnten fast 500 Millionen Euro Investitionen getätigt werden. Die letzte große Investition fand mit der Errichtung einer Biogasanlage in Weißenborn-Lüderode statt.
Diese Form eines kommunalen Unternehmens ist nach Kenntnis von Gabel mindestens thüringenweit, wenn nicht sogar in ganz Deutschland, einmalig. Durch einen steuerlichen Querverbund kann der Zuschuss des Kreises zum öffentlichen Personennahverkehr minimiert werden und somit eine Entlastung der Kreisumlage erfolgen.

Für die Landtagsabgeordnete Diana Skibbe, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag, ist die Entwicklung der Eichsfeldwerke eine Erfolgsgeschichte und empfiehlt sich als Modellprojekt in der kommunalen Unternehmenslandschaft.

Beim anschließenden Treffen mit Wehrführer Heinz Anhalt und dem Jugendfeuerwehrwart Alexander Beck konnte sich die linke Delegation vom engagierten Wirken der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenstadt überzeugen, welche in diesem Jahr das 150. Jubiläum feierlich begeht. Das Durchschnittsalter der 54 Einsatzleute – unter ihnen drei Frauen - beträgt 25 bis 30 Jahre, von denen allerdings auf Grund persönlicher Arbeitssituationen zumeist nur die Hälfte an Einsätzen teilnehmen kann. Davon gibt es in jedem Jahr 300 bis 350. Auf Brandeinsätze entfallen dabei gut 30 Prozent. 10 bis 15 der Einsätze stehen im Zusammenhang mit Unfällen auf der nahen Autobahn. Alexander Beck konnte berichten, dass man mittlerweile an allen Kindergärten der Stadt die Brandschutzerziehung vornehme und dass gerade auch bei der Nachwuchsgewinnung Kinder mit Migrationshintergrund im Fokus stehen.

Dass der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr in der Stadt hohe Anerkennung gezollt wird, zeigt sich nicht nur in der im Verhältnis zu anderen Wehren erstklassigen technischen Ausstattung, sondern auch in der Tatsache, dass der Förderverein 120 Mitglieder hat. Mit einem Festgottesdienst am 29. August und einem Tag der offenen Tür am 31. August dieses Jahres werden die Feierlichkeiten zum 150. Jubiläum ihren Abschluss finden. Für Sigrid Hupach von der Bundestagsfraktion DIE LINKE eine Gelegenheit, wieder einmal bei den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Heiligenstadt vorbei zu schauen.

Matthias Gärtner

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