Nr. 08/2014, Seite 10: Unsere „Golden Sixties“

Parlamentsreport

In diesen Monaten häufen sich die Jubiläen, die ehemalige und aktive Mitstreiterinnen und Mitstreiter der Linksfraktion begehen. Maria Funke, Dr. Roland Hahnemann und Michael Gerstenberger hatten ihren 60. Geburtstag, Wolfgang Albold seinen 65.

Bodo Ramelow würdigte beim Fraktionsempfang für die „Golden Sixties“, wie er sie nannte, ihr politisches Engagement und fand für jeden sehr persönliche Worte, gespickt mit zahlreichen Erinnerungen  und Anekdoten.

Maria Funke, die sich als Mitarbeiterin der Fraktion akribisch um die Alternative 54 e.V. und deren vielfältige Spendentätigkeit  kümmert, kennt Bodo Ramelow schon seit 1990, als sie zusammen die Gewerkschaft HBV in Thüringen mit aufgebaut haben.

„Es gab nichts Verwickeltes, was Maria nicht entwickelt hätte. Und vor allem hat sie den Menschen das Gefühl gegeben, dass man sich wehren kann“, betonte Bodo Ramelow. Später war sie Wahlkreismitarbeiterin beim (leider viel zu früh verstorbenen) Landtagsabgeordneten Benno Lemke sowie bei unserem Landwirtschaftsexperten Konrad Scheringer.  

Auch mit Roland Hahnemann, der bereits dem ersten Thüringer Landtag für die Linke Liste/PDS angehörte und auch Fraktionsvorsitzender war, verbindet Bodo Ramelow eine „lange Linie“. Bei den hungerstreikenden Bergleuten in Bischofferode, denen sich Roland Hahnemann angeschlossen hatte, haben sie sich kennen und schätzen  gelernt. Legendär das demokratische Engagement des Wendebewegten. Er hat mitgearbeitet am Verfassungsentwurf für Thüringen, war von 1994 bis 1999 Vizepräsident des Landtags und hat sich bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2009 nicht zuletzt als Mitglied im Innenausschuss vor allem den Demokratie-Themen gewidmet.  

Von Anfang an dabei war auch Michael Gerstenberger, der sich als Diplom-Mathematiker besonders um die Haushalts- und Finanzprobleme kümmerte. „Er hat uns die Zahlenkolonnen um die Ohren gehauen“, erinnerte Bodo Ramelow. In der dritten Legislatur war er auch Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags.

„Und wir haben mit Micha das Desaster des Rechnungshofs aufgelöst“, wie es Bodo Ramelow formulierte, denn es war schon ein großer Durchbruch, als der LINKE-Politiker vor vier Jahren zum Vizepräsidenten des Thüringer Rechnungshofs gewählt wurde.

Mit Wolfgang Albold, seinem Mitarbeiter, verbindet den Fraktionsvorsitzenden eine ganz besondere und enge Beziehung. Daher fiel das Dankeschön für ihn, der als Wahlkreismitarbeiter mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten  Dr. Ursula Fischer 1994 in den Landtag kam, besonders herzlich aus. Ob dann auch Dr. Birgit Klaubert, Gabi Zimmer, Werner Buse,  Dieter Hausold - „es war völlig egal, wer unter Dir Fraktionsvorsitzender war“, meinte Bodo Ramelow unter allgemeiner Heiterkeit, denn jeder weiß, dass es eine enzigartige Leistung ist, wie Wolfgang sich buchstäblich um alles kümmert und „den Laden so zusammenhält, wie er ihn zusammenhält“, so sein Chef.    

A. Rudolph  

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