Nr. 05/2015, Seite 10: Leuchtturmprojekt

Parlamentsreport

Ambitioniertes Vorhaben „Solare Kühlung“ mit europäischer Dimension

Dieses spezielle Energiewende- und Arbeitsprojekt könnte weit über Thüringen hinaus sogar europäische Bedeutung erlangen, davon waren die Teilnehmer des Vernetzungsgesprächs, zu dem die Südthüringer Abgeordnete Ina Leukefeld am 3. März in den Landtag eingeladen hatte, überzeugt.

Die LINKE-Politikerin hatte in ihrem Wahlkreis vom „green chiller“, dem Verband für Sorptionskälte e.V. erfahren, dem es um die Förderung und Entwicklung des deutschen bzw. europäischen Marktes für solares und thermisches Kühlen geht. Der Vorstandsvorsitzende Roland Weidner ist zugleich Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung Südthüringen, ein engagierter und umtriebiger Mann. Er will mit dem Leuchtturmprojekt „Solare Kühlung“ und in Verbindung mit dem deutsch-griechischen Netzwerk „Regionen, Städte, Menschen“ nicht nur für Klein- und Mittelständler interessante Perspektiven aufzeigen, im Rahmen eines Bundesprojektes und mit Hilfe der EU könnten im Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr-Kloster u. a. auch junge Griechen Ausbildung und Zukunft erhalten. Ein Ergänzungsstudiengang an der Fachhochschule Schmalkalden wäre ebenfalls denkbar.

Es herrschte Einigkeit in der Runde mit Roland Weidner, den beiden LINKE-Abgeordneten Ina Leukefeld und Steffen Harzer (Energiepolitiker), Manfred Tietze vom Bildungszentrum Rohr sowie Prof. Dieter Sell, Leiter der ThEGA, der Thüringer Energie- und Green Tech-Agentur, dass sich Thüringen mit seiner rot-rot-grünen Landesregierung für dieses ambitionierte Projekt den Hut aufsetzen sollte und ganz sicher wird.

Am Gespräch teilgenommen hatte auch Ingeborg Giewald, die Koordinatorin von Cuba si Thüringen, die sich für die wirtschaftliche Zusammenarbeit Thüringer Firmen mit Kuba in Punkto Solarkühlung durchaus positive Effekte vorstellen kann. Roland Weidner hatte jedenfalls schon mal ein Aktionsprogramm mitgebracht, jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht und wichtige Protagonisten zusammengeführt werden. Am Rande des Marktfestes in Hildburghausen am 3. Mai könnte es zu einem Spitzentreffen mit dem Ministerpräsidenten, einer griechischen Politikerin und der Europaabgeordneten Gabi Zimmer kommen, so Steffen Harzer. „Jetzt geht es darum, Nägel mit Köpfen zu machen“, betonte Ina Leukefeld. Mit konkreten Aufgaben und optimistisch ging man auseinander.  

 

A. Rudolph     

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